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IAEA-Report: Ausreichende Uranvorkommen für wachsende Atomkraft-Nachfrage

Die IAEA sieht die weltweiten Uranvorkommen als ausreichend für die wachsende Atomkraft-Nachfrage an, betont jedoch den dringenden Bedarf neuer Minenprojekte mit Vorlaufzeiten von 15 bis 20 Jahren. Die Produktion stieg 2024 auf den höchsten Stand seit 201

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IAEA-Report: Ausreichende Uranvorkommen für wachsende Atomkraft-Nachfrage

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bewertet die globalen Uranvorräte als hinreichend, um den zunehmenden Bedarf der Atomkraftwerke zu stillen. Voraussetzung hierfür sei jedoch die Entwicklung und Inbetriebnahme neuer Förderprojekte. Dies geht aus dem aktuellen Gemeinschaftsbericht von IAEA und der OECD-Kernenergieagentur (NEA) hervor, der unter dem Titel „Uran 2026: Ressourcen, Produktion und Nachfrage“ veröffentlicht wurde.

Zum 1. Januar 2025 waren weltweit 418 kommerzielle Kernreaktoren in Betrieb, deren installierte Gesamtleistung 378 Gigawatt (GW) betrug. Für deren Brennstoffversorgung wurden jährlich rund 64.500 Tonnen Uran (tU) benötigt. Weitere 23 Reaktoren mit einer Kapazität von 19,7 GW befanden sich entweder in der Stilllegungsphase oder im Ruhezustand.

Kernkraftausbau treibt Uranbedarf in die Höhe

Die IAEA prognostiziert auch in konservativen Wachstumsszenarien einen deutlichen Anstieg der weltweiten Stromerzeugung aus Atomkraft. Ziel dieser Entwicklung ist es, die Energieversorgungssicherheit zu stärken und den Klimawandel zu bekämpfen. Konkret müsste die Uranförderung im moderaten Szenario auf 84.800 tU pro Jahr ausgeweitet werden, im optimistischen Szenario sogar auf 143.900 tU jährlich.

Die derzeit bekannten Uranvorkommen, die zu Kosten von unter 260 US-Dollar pro Kilogramm Uran abgebaut werden können, belaufen sich global auf mehr als 8,1 Millionen Tonnen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 2,1 Prozent im Vergleich zur vorherigen Auflage des IAEA/NEA-Uranberichts aus dem Jahr 2025. Diese Menge wäre selbst dann ausreichend, um die höchste prognostizierte Nachfrage langfristig zu bedienen.

Herausforderung: Langwierige Projektentwicklung

Allerdings müssen die vorhandenen Reserven erst in tatsächliche Förderung überführt werden. Dazu sind neue Minenprojekte notwendig – deren Umsetzung jedoch zeitintensiv ist. Von der Erkundung über die Genehmigung bis zur Fertigstellung neuer Uranförderstätten vergehen in der Regel 15 bis 20 Jahre.

„Angemessene und stabile Uranpreise, untermauert durch langfristige Lieferverträge, sind daher von entscheidender Bedeutung, um die Explorationsaktivitäten voranzutreiben, finale Investitionsentscheidungen für neue Minen zu ermöglichen und Innovationen bei den Gewinnungsmethoden zu beschleunigen“, erklärte die IAEA in ihrem Bericht.

Förderung und Exploration legen spürbar zu

Trotz der langen Entwicklungszeiten reagiert der Uranmarkt bereits auf die wachsenden Nachfrageimpulse. Die weltweite Uranproduktion lag in den Jahren 2023 und 2024 mit insgesamt 116.000 Tonnen Uran rund 20 Prozent höher als in den Jahren 2021 und 2022. Allein im Jahr 2024 wurden 61.924 Tonnen Uran gefördert – der höchste Jahreswert seit 2016.

Auch die Ausgaben für Exploration und Projektentwicklung nehmen deutlich zu. Die globalen Aufwendungen erreichten 2023/24 mehr als 1,78 Milliarden US-Dollar – ein Plus von rund 46 Prozent gegenüber 2021/22. Ein erheblicher Teil dieser Mittel floss jedoch in die Exploration und nicht in die eigentliche Projektentwicklung. Dies unterstreiche laut IAEA die Notwendigkeit, die Pipeline für neue Minenprojekte gezielt auszubauen.

Relevanz für Rohstoff-Anleger

Für Investoren im Rohstoffsektor gewinnt Uran vor dem Hintergrund der globalen Energiewende und der Renaissance der Kernkraft in zahlreichen Ländern zunehmend an Bedeutung. Während Deutschland den Atomausstieg vollzogen hat, setzen viele andere Industrienationen weiterhin auf Kernenergie – sowohl aus Gründen der Versorgungssicherheit als auch des Klimaschutzes. Die steigende Uran-Nachfrage und der Bedarf an neuen Minenprojekten könnten auf längere Sicht für Preisanstiege bei dem Nuklearbrennstoff sorgen.

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