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Goldpreis-Rutsch reißt Minenwerte in Asien in die Tiefe

Asiatische Goldminenaktien brechen nach dem anhaltenden Goldpreisverfall massiv ein: Sumitomo Metal Mining verliert über elf Prozent, australische Förderer wie Westgold und Northern Star erleiden deutliche Kurseinbußen. Steigende Ölpreise, höhere Anleiher

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Goldpreis-Rutsch reißt Minenwerte in Asien in die Tiefe

Die Börsen in Asien verzeichneten am Mittwoch kräftige Einbußen. Besonders stark getroffen wurde der Goldminensektor, der unter dem anhaltenden Preisverfall des Edelmetalls litt. Der australische S&P/ASX 200 fiel um 0,97 Prozent und markierte damit ein Einmonatstief. Auch andere wichtige Indizes in der Region gaben angesichts wachsender Vorsicht der Marktteilnehmer nach.

Der Goldpreis rutschte auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen und unterschritt seinen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Es ist der vierte Verlusttag in Folge und eine deutliche Trendwende nach den Rekordhöhen der Vorwoche. Marktbeobachter machen steigende Ölnotierungen, höhere Renditen amerikanischer Staatsanleihen sowie einen festeren US-Dollar für die Schwäche verantwortlich. Diese Rahmenbedingungen nähren die Spekulation auf weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed, was Gold als Anlage ohne laufende Erträge an Attraktivität verlieren lässt.

Minenunternehmen erleiden zweistellige Kursverluste

Die Folgen für die Förderbetriebe waren gravierend: Sumitomo Metal Mining (TYO:5713) brach um 11,15 Prozent auf 10.080 Yen ein. In Australien traf es Westgold Resources mit einem Rückgang von 6,19 Prozent, Northern Star Resources verlor 5,32 Prozent. Auch Perseus Mining, Ramelius Resources, Genesis Minerals, Regis Resources und Evolution Mining verbuchten Abschläge zwischen drei und vier Prozent. In Hongkong gaben Lingbao Gold, Zijin Mining und Zhaojin Mining ebenfalls merklich nach.

Der australische Gesamtmarkt wurde zusätzlich durch Verluste in den Bereichen IT sowie Metalle und Bergbau belastet. Capstone Copper Corp zählte mit minus 8,77 Prozent zu den schwächsten Werten des Tages. Zu den Gewinnern gehörten dagegen Graincorp Ltd (plus 10,22 Prozent) und Insurance Australia Group (plus 4,96 Prozent). An der Börse von Sydney überwogen die Verlierer mit 789 zu 320 Titeln deutlich. Der S&P/ASX 200 VIX, der die implizite Volatilität misst, kletterte um 8,21 Prozent auf 11,35 Punkte.

Gemischtes Bild an den Rohstoffmärkten

Die Gold-Futures für Dezember gaben um 0,63 Prozent auf 4.368,89 US-Dollar je Feinunze nach. Die Ölpreise setzten dagegen ihren Aufwärtstrend fort: Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,80 Prozent auf 90,94 US-Dollar je Barrel, Brent-Öl legte sogar um 4,61 Prozent auf 95,79 US-Dollar zu. Am Devisenmarkt bewegte sich der AUD/USD kaum, während der AUD/JPY um 0,36 Prozent nachgab.

Für Anleger in Rohstoffwerten ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung, da die asiatischen Goldproduzenten häufig als Frühindikator für den weltweiten Edelmetallsektor gelten. Sollte der Goldpreis weiter unter Druck bleiben, könnten auch europäische und nordamerikanische Minenaktien in den nächsten Tagen Korrekturen ausgesetzt sein. Das Zusammenspiel aus starkem Dollar, steigenden Anleiherenditen und höheren Ölpreisen schafft ein herausforderndes Umfeld für das gelbe Edelmetall.

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