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Gazprom und Iran vereinbaren Gaslieferungen

Neue Kooperation soll Irans Gasexporte stärken und Sanktionen umgehen

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Gazprom und Iran vereinbaren Gaslieferungen

Der russische Energieriese Gazprom hat ein Memorandum mit der National Iranian Gas Company (NIGC) zur Lieferung von russischem Pipelinegas nach Iran unterzeichnet, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Einzelheiten des Memorandums, das während eines Besuchs von Gazprom-Chef Alexei Miller in Iran bei einer Zeremonie unterzeichnet wurde, an der auch Irans Interimpräsident Mohammad Mokhber teilnahm, wurden nicht bekannt gegeben.

Iran verfügt über die zweitgrößten Gasreserven der Welt nach Russland, und Moskau hat seit langem versucht, sich in das Erdgasgeschäft des Landes einzubringen. Die US-Sanktionen haben jedoch Irans Zugang zu Technologie behindert und die Entwicklung seiner Gasexporte verlangsamt. Gazprom hat gesehen, wie seine Gaslieferungen nach Europa, die einst die Quelle von zwei Dritteln seines Gaseinnahmen waren, auf post-sowjetische Tiefstände gefallen sind, aufgrund des Konflikts in der Ukraine. Im letzten Jahr erlitt Gazprom Verluste von fast 7 Milliarden Dollar, sein erster jährlicher Verlust seit 1999.

Im Juli 2022 unterzeichnete Gazprom ein Memorandum of Understanding über die Energiekooperation mit der National Iranian Oil Company (NIOC) im Wert von rund 40 Milliarden Dollar, aber konkrete Geschäfte sind aus dieser Vereinbarung bisher nicht hervorgegangen. Gemäß den Bedingungen dieses Memorandums sollte Gazprom NIOC bei der Entwicklung der Gasfelder Kish und North Pars sowie sechs Ölfelder unterstützen und sich an der Fertigstellung von Projekten für Flüssigerdgas (LNG) und dem Bau von Gasexportpipelines beteiligen.

Die Unterzeichnung des aktuellen Memorandums erfolgt inmitten eines anhaltenden internationalen Drucks auf beide Länder. Russland sieht sich aufgrund seiner Aktionen in der Ukraine weitreichenden Sanktionen ausgesetzt, während Iran weiterhin mit den langjährigen US-Sanktionen konfrontiert ist, die seine Wirtschaft stark belasten. Die Zusammenarbeit zwischen Gazprom und der NIGC könnte sowohl für Russland als auch für Iran eine strategische Bedeutung haben, da sie Möglichkeiten zur Diversifizierung ihrer Energieexportmärkte und zur Stärkung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit eröffnen könnte.

Beobachter werden die Entwicklungen im Zusammenhang mit dieser Vereinbarung genau verfolgen, da sie Auswirkungen auf die geopolitische und wirtschaftliche Landschaft in der Region haben könnten. Die verstärkte Energiekooperation zwischen Russland und Iran könnte auch als Signal an die internationalen Gemeinschaft gesehen werden, dass beide Länder nach alternativen Wegen suchen, um ihre Wirtschaften zu stärken und die Auswirkungen der Sanktionen zu mildern.

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