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EU-Wasserstoffziele unrealistisch, sagen Prüfer

Milliardeninvestitionen erreichen nicht die gesteckten Klimaziele bis 2030

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EU-Wasserstoffziele unrealistisch, sagen Prüfer

Die Ziele der Europäischen Union zur Produktion und zum Import von grünem Wasserstoff sind laut dem Europäischen Rechnungshof (ECA) unrealistisch und werden trotz Milliardeninvestitionen wahrscheinlich nicht erreicht. Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 bis zu 10 Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff zu produzieren und weitere 10 Millionen Tonnen zu importieren. Diese Ziele, die nicht bindend sind, sind Teil der Pläne des Blocks, seine Abhängigkeit von russischen Energieimporten zu beenden.

Der ECA erklärte in einem Bericht, dass diese Ziele auf politischem Willen und nicht auf soliden Analysen basieren und die EU weit davon entfernt sei, sie zu erreichen. Ein weiteres Ziel, das von Brüssel formuliert wurde, ist die Installation von mindestens 40 Gigawatt an erneuerbaren Wasserstoffelektrolyseuren bis 2030. Dieses Ziel stamme aus Dokumenten einer Wasserstofflobbygruppe, so die Prüfer.

Obwohl die EU 18,8 Milliarden Euro (20,5 Milliarden US-Dollar) für grüne Wasserstoffprojekte bereitgestellt hat, befinden sich Projekte, die weniger als 5 GW Produktionskapazität bis 2030 hinzufügen würden, in einem fortgeschrittenen Stadium. Projekte mit einer Gesamtkapazität von rund 50 GW befinden sich ebenfalls in einer früheren Bewertungsphase.

Grüner Wasserstoff gilt als entscheidend für die Erreichung der Klimaziele der EU. Er wird durch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Spaltung von Wasser hergestellt, ein Prozess, der keine CO2-Emissionen verursacht. Die EU setzt auf grünen Wasserstoff, um industrielle Prozesse wie die Stahl- und Düngemittelherstellung zu dekarbonisieren. Stef Blok, der die Untersuchung leitete, sagte: „Die Industriepolitik der EU für erneuerbaren Wasserstoff benötigt eine Realitätsüberprüfung.“

Der ECA empfahl der Europäischen Kommission, einen gezielteren Ansatz zur Zuteilung der knappen EU-Mittel zu entwickeln und ihre Politik zu aktualisieren, um Wasserstoffprojekte zu fördern. Ein Sprecher der Kommission erklärte, man habe den Bericht zur Kenntnis genommen und räumte ein, dass der Wasserstoffmarkt sich "schrittweise" entwickle. „Unsere Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. Wir müssen nun den Ausbau und die Nutzung von erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff in Europa beschleunigen“, sagte der Sprecher.

EuropaImportWasserstoff

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