Energieschock, KI-Sicherheit und Medientrends bewegen Weltmärkte
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, ein KI-Cybersecurity-Startup und digitaler Journalismus prägen das aktuelle Marktgeschehen.

Die Schließung der Straße von Hormuz infolge eines US-israelischen Militäreinsatzes gegen Iran erschüttert derzeit die globalen Energiemärkte. Rund 20 Prozent der weltweiten Flüssigerdgas-Versorgung (LNG) sind dadurch blockiert. Die Folge: LNG-Spotpreise in Nordostasien stiegen bis zum 6. März um 116 Prozent auf 22,50 US-Dollar pro Million British Thermal Units (mmBtu) – ein Zweijahreshoch.
Der Preisschock beim LNG treibt nun auch die Thermalkohle-Märkte an. Japan, Südkorea und europäische Staaten prüfen einen Wechsel von Gas zu Kohle, um ihre Stromversorgung zu sichern. Der Newcastle-Kohleindex stieg um 11,6 Prozent auf 129,62 US-Dollar je Tonne, südafrikanische Kohle aus Richards Bay verteuerte sich um 14,3 Prozent.
Doch der Schwenk zurück zur Kohle stößt schnell an strukturelle Grenzen. Europa und Japan haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten massiv Kohlekraftwerkskapazitäten abgebaut. Allein Deutschland hat 33,57 Gigawatt Kohlekraftleistung stillgelegt, Spanien 13,18 Gigawatt – ohne Neubauten. Die Infrastruktur für eine rasche Rückkehr zur Kohle fehlt schlicht.
China und Indien, die weltgrößten Kohleeinfuhrländer, bleiben von diesem Gas-zu-Kohle-Arbitrage-Effekt weitgehend verschont. Erdgas macht dort nur 2,8 bis 3 Prozent der Stromerzeugung aus. Beide Länder dürften eher auf heimische Kohleproduktion setzen als Importe zu steigern, was die schwächere Preisentwicklung bei minderwertigeren Kohlesorten erklärt.
Neues KI-Cybersecurity-Startup sichert 190 Millionen Dollar
Inmitten der Marktturbulenzen sorgt die Cybersicherheitsbranche für positive Schlagzeilen. Kevin Mandia, ehemaliger CEO von Mandiant, hat sein neues Unternehmen Armadin offiziell gestartet. Das im September 2025 gegründete Startup erhielt 190 Millionen US-Dollar Startkapital – angeführt von Accel, mit Beteiligung von Google Ventures, Kleiner Perkins, Menlo Ventures und Ballistic Ventures.
Armadin setzt auf sogenannte „Agentic AI
