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BHP-Aktie springt nach Berichten über China-Eisenerz-Entspannung

Bloomberg berichtet: China erwägt Lockerung der Importbeschränkungen für BHP-Eisenerz – Aktie legt bis zu 3,5 Prozent zu.

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BHP-Aktie springt nach Berichten über China-Eisenerz-Entspannung

Die Aktien des australischen Bergbauriesen BHP haben am Dienstag kräftig zugelegt. Auslöser war ein Bloomberg-Bericht, wonach China eine Lockerung seiner Beschränkungen für Eisenerzlieferungen des Konzerns in Erwägung zieht. Die BHP Group Ltd (ASX: BHP) stieg zeitweise um bis zu 3,5 Prozent auf 56,41 australische Dollar und gehörte damit zu den stärksten Treibern des australischen Leitindex ASX 200, der seinerseits um 0,4 Prozent zulegte.

Laut Bloomberg habe der staatlich unterstützte Eisenerzkäufer China Mineral Resources Group mehreren Stahlwerken im Land mitgeteilt, dass sie bestimmte BHP-Ladungen erwerben dürfen. Sollte sich dieser Schritt bestätigen, wäre es ein bedeutendes Zugeständnis im monatelangen Handelsstreit zwischen dem weltgrößten Bergbauunternehmen und dem weltgrößten Eisenerzverbraucher.

Hintergrund des Handelsstreits

China hatte den Kauf von Eisenerz von BHP im Jahr 2025 blockiert und dabei einen Preisnachlass wegen angeblich geminderter Erzqualität gefordert. BHP hingegen drängte auf einen neuen langfristigen Vertrag mit Abrechnung in US-Dollar sowie einer Preiserhöhung von 15 Prozent. Peking lehnte beide Forderungen ab, woraufhin der Konflikt eskalierte.

Der Streit zog sogar die Aufmerksamkeit hochrangiger Politiker auf sich: Der australische Premierminister Anthony Albanese äußerte öffentlich seine Besorgnis über den Konflikt. Das unterstreicht die strategische Bedeutung des Rohstoffs für die australische Wirtschaft – fast 60 Prozent der australischen Exporte nach China bestehen aus Eisenerz, dem zentralen Rohstoff für die Stahlherstellung.

Der aktuelle Bloomberg-Bericht folgt auf frühere Meldungen, wonach der designierte BHP-CEO Brandon Craig chinesische Regierungsvertreter in Peking getroffen hat. Solche Gespräche auf höchster Ebene deuten darauf hin, dass beide Seiten an einer Lösung des Konflikts interessiert sind.

Erste Zugeständnisse von BHP

BHP hatte bereits einige Kompromisse signalisiert. So stimmte der Konzern zu, 30 Prozent seines Spot-Eisenerzhandels mit China künftig in chinesischen Yuan abzurechnen. Diese Vereinbarung soll Ende 2025 in Kraft treten und zeigt die Bereitschaft des Unternehmens, auf chinesische Forderungen nach einer stärkeren Nutzung der eigenen Währung im Rohstoffhandel einzugehen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da BHP zu den größten Bergbaukonzernen der Welt zählt und in vielen internationalen Fonds und ETFs vertreten ist. Ein Ende des Handelsstreits könnte nicht nur die BHP-Aktie weiter beflügeln, sondern auch positive Signale für den globalen Rohstoffmarkt und die Stahlbranche senden. Eisenerz ist ein Schlüsselrohstoff für die Stahlproduktion, die wiederum eng mit der weltweiten Konjunktur und dem Bausektor verknüpft ist.

Ob die gemeldete Lockerung tatsächlich zu einer dauerhaften Normalisierung der Handelsbeziehungen zwischen BHP und China führt, bleibt abzuwarten. Beide Seiten haben bislang keine offizielle Bestätigung geliefert.

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