ANZEIGE

Benzinnot im Iran: US-Sanktionen lassen Rohstoffmärkte zittern

Die US-Seeblockade hat im Iran eine akute Benzinknappheit ausgelöst, die das Subventionssystem unter Druck setzt und soziale Unruhen befürchten lässt. Für Rohstoffanleger ist die Lage relevant, da Iran als bedeutender Rohölexporteur und die Straße von Hor

•• 3 Min
Benzinnot im Iran: US-Sanktionen lassen Rohstoffmärkte zittern

An den Tankstellen der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich lange Warteschlangen gebildet. Die Seeblockade der Vereinigten Staaten hat eine akute Verknappung des Treibstoffs ausgelöst, die bei den Autofahrern für Beunruhigung sorgt. Dies gilt als deutlicher Indikator für den zunehmenden Druck auf die iranische Volkswirtschaft infolge des anhaltenden Konflikts.

Die Administration um Donald Trump hat eine neue Phase des sogenannten „wirtschaftlichen Krieges“ gegen Teheran ausgerufen. Die staatliche Energieoptimierungsbehörde (EOO) machte auf einen „kritischen“ Benzimmangel aufmerksam.

Ein Angestellter einer Tankstelle in Teheran berichtete, die Menschen würden hastig Treibstoff fassen, „selbst noch bevor ihre Tanks leer sind, weil sie fürchten, dass der Krieg erneut ausbricht oder die Preise steigen“. Eine Abgabebeschränkung von 20 Litern pro Fahrzeug zwinge die Autofahrer zu wiederholten Besuchen, so der Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte.

Ursachen der Versorgungslücke

Obwohl der Iran zu den bedeutenden Rohölexporteuren zählt, war das Land seit jeher auf Benzineinfuhren angewiesen, um Lücken in der Eigenversorgung zu schließen. Die seit dem 14. Juli verhängte US-Marineblockade hat Irans Möglichkeiten zur Treibstoffbeschaffung jedoch massiv beschnitten. Hinzu kommen die Zerstörungen durch US-amerikanische und israelische Luftangriffe in den ersten Wochen des im Februar begonnenen Konflikts, die einen Teil der iranischen Raffineriekapazitäten lahmlegten.

Laut EOO liegt der Iran derzeit 15 Millionen Liter hinter seinem täglichen Gesamtbedarf von 135 Millionen Litern Benzin zurück. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Montag, Washington weite den Kreis sekundärer Sanktionen gegen Irans Geschäftspartner aus, um die wirtschaftliche und finanzielle Abwürgung Teherans weiter zu forcieren.

Die Führung in Teheran betont, dem amerikanischen Druck standhalten zu können, und lehnt Trumps Forderung nach einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab. Beide Seiten werfen einander vor, eine Vereinbarung vom Juni gebrochen zu haben, die eine schrittweise Öffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße und die Schaffung einer Basis für Verhandlungen über eine endgültige Regelung vorsah.

Subventionssystem unter Druck

Auch die Importe über nördliche Routen sind erheblich behindert. Ursache sind die Folgen des Ukraine-Kriegs und der Verlust eines Großteils der russischen Raffineriekapazitäten. Iranische Regierungsvertreter machen geltend, dass die Treibstoffknappheit durch ein Subventionssystem verschärft werde, das den 90 Millionen Einwohnern einige der niedrigsten Benzinpreise weltweit beschert. Die Autofahrer zahlen zwischen 15.000 Rial (etwa 0,0075 US-Dollar) und 50.000 Rial pro Liter.

Die Regierung, die seit Monaten auf Irans strategische Reserven zurückgreift, erklärt, das aktuelle Preis- und Quotensystem sei angesichts der galoppierenden Inflation und der kriegsbedingten Versorgungsstörungen nicht mehr tragfähig. Präsident Masoud Pezeshkian sagte in diesem Monat, der Verkauf von Benzin zu Preisen unter dem Marktniveau belaste die Staatskasse enorm, die Gelder für Lebensmittelsubventionen und Unterstützungszahlungen an Arbeitnehmer benötige.

„Wer hat entschieden, dass die Regierung Benzin zu 1,3 Millionen Rial pro Liter einkauft und dann für 15.000 Rial verkauft?“, fragte er. Mohsen Haji-Mirzaei, Leiter von Pezeshkians Büro, erklärte am Montag, die Regierung beabsichtige eine Senkung der Quoten. Eine endgültige Entscheidung zur Preisgestaltung stehe jedoch noch aus.

Soziale Brisanz der Treibstoffpreise

„Die sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen jeder Preispolitik sind ungewiss“, so Haji-Mirzaei. Er fügte hinzu, die Regierung werde die Quoten zwar definitiv reduzieren, „die Menschen jedoch möglicherweise höhere Preise für den Verbrauch oberhalb ihrer zugeteilten Quoten zahlen müssen“.

Die Aussicht auf steigende Kraftstoffpreise für eine Bevölkerung mit der schwächsten Kaufkraft seit jeher ist jedoch äußerst heikel. Die iranische Landeswährung ist in den vergangenen Tagen auf ein Rekordtief von zwei Millionen Rial pro Dollar gefallen. Die jährliche Teuerungsrate beträgt nahezu 90 Prozent, bei Lebensmitteln liegt sie bei rund 130 Prozent.

Ein Pilotprojekt zur Anhebung der Benzinpreise in der Provinz Kerman wurde bereits wenige Stunden nach dem Start wieder gestoppt. Die Diskussion über Preiserhöhungen weckt Erinnerungen an das Jahr 2019, als eine nächtliche Anhebung der Spritpreise in iranischen Städten zu tödlichen Protesten führte.

Analyst warnt vor weitreichenden Konsequenzen

Benzinpreise fungierten als eine Art „Inflationsbarometer“ und könnten einen schweren Schock für die Wirtschaft auslösen, warnte Morteza Behrouzifar, ein in Teheran tätiger Energieanalyst. Er empfahl der Regierung, kurzfristige Versorgungsmaßnahmen fortzuführen, während sie zugleich den öffentlichen Nahverkehr, die heimische Autoindustrie und den Raffineriesektor zu modernisieren versuche.

„Die Menschen stehen bereits enorm unter Druck“, sagte Behrouzifar. „Wenn die Regierung dieses Problem jetzt über eine Erhöhung der Benzinpreise lösen will, könnte dies unerwünschte soziale und wirtschaftliche Folgen haben.“

IranBenzinUs-SanktionenKraftstoffkriseTeheranInflationWirtschaftskriseEnergie

Meistgelesene News

  1. Gasnotierungen legen zu: Kälteprognosen stützen die europäischen Energiebörsen
  2. Moskau greift ukrainische Energieinfrastruktur an – elf Tote bei Raketenbeschuss
  3. Transition Metals vergrößert Haultain-Goldstruktur und markiert frische Bohraussichten in Ontario
  4. Founders Factory und Rio Tinto küren fünf Bergbau-Tech-Startups für Accelerator
  5. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.