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Ampol verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

Produktionseinbrüche und schwache Drittverkäufe belasten das Ergebnis des Kraftstoffhändlers erheblich

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Ampol verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

Der australische Kraftstoffhändler Ampol verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen deutlichen Rückgang seines Gewinns um 29 Prozent. Dieser Rückgang ist auf eine unterbrochene Produktion in der Lytton-Raffinerie in Queensland sowie auf schwächere weltweite Drittverkäufe zurückzuführen. Die Gesamtproduktion in der Lytton-Raffinerie sank im ersten Halbjahr um fast 6 Prozent, was auf einen umfassenden Dampfausfall in der Raffinerie zurückzuführen ist.

Im Geschäftssegment Treibstoffe und Infrastruktur (F&I) verzeichnete Ampol einen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um 26 Prozent auf 225,9 Millionen Australische Dollar. Dieser Rückgang wurde durch reduzierte internationale Verkaufschancen verursacht. Laut einer Stellungnahme des Unternehmens war der Markt im ersten Halbjahr 2024 stabiler, insbesondere im zweiten Quartal, was die Möglichkeiten für diskretionäre Verkaufsaktivitäten verringerte und zu geringeren Volumina und Margen führte. Dies steht im Kontrast zu den günstigeren Handelsbedingungen im Jahr 2023.

Der Nettogewinn nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten betrug auf Basis der Ersatzkosten 233,6 Millionen Australische Dollar, im Vergleich zu 329,6 Millionen Australische Dollar im Vorjahr. Damit verfehlte das Unternehmen die Konsensschätzung von Visible Alpha, die bei 256,3 Millionen Australische Dollar lag. Angesichts dieser Zahlen erklärte das in Sydney ansässige Unternehmen eine Zwischendividende von 60 Australischen Cent pro Aktie, was einen Rückgang gegenüber den 95 Cent des Vorjahres darstellt. Die Analysten von UBS kommentierten, dass die Auszahlung der Zwischendividende aus dem Mittelwert der Unternehmenspolitik schwächer als erwartet ausfiel.

Zudem verwiesen die Analysten darauf, dass höhere Kapitalanforderungen in der zweiten Jahreshälfte 2024 und bis ins Jahr 2025 sowie ein schwaches Ergebnis in der Raffinerie im dritten Quartal 2024 die Erwartungen an ein zusätzliches Kapitalmanagement zum Jahresende dämpfen könnten. Die Aktien des Unternehmens fielen um bis zu 4,1 Prozent und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Ende Oktober.

Ampol gab zudem bekannt, dass die Turnaround- und Inspektionsaktivitäten in der Lytton-Raffinerie Mitte Juli begonnen haben und die Produktion voraussichtlich Ende August wieder auf ein normales Niveau zurückkehren wird. Die Raffineriemargen im dritten Quartal werden jedoch durch den Produktionsmix während des Turnarounds beeinflusst, mit einer Produktionsauswirkung von etwa 300 Millionen Litern.

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