Afrika erlebt Solarboom: 4,5 Gigawatt Rekordkapazität in 2025
Der afrikanische Kontinent installierte 2025 so viel Solarstrom wie nie zuvor – ein Plus von 54 Prozent.

Afrika hat im Jahr 2025 eine Rekordmenge an Solarstrom-Kapazität installiert. Laut dem Global Solar Council wurden insgesamt 4,5 Gigawatt (GW) an Photovoltaik-Leistung neu ans Netz gebracht – ein Anstieg von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt der Kontinent ein deutliches Signal in der globalen Energiewende.
Besonders bemerkenswert ist die geografische Breite des Wachstums. Acht verschiedene Länder installierten im vergangenen Jahr jeweils mindestens 100 Megawatt (MW) an neuer Solarkapazität. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber 2024, als nur vier Länder diese Schwelle überschritten hatten.
Wachsender Markt auf breiter Basis
Die Entwicklung zeigt, dass Solarenergie in Afrika nicht länger ein Phänomen einzelner Länder ist. Die zunehmende Attraktivität von Solarsystemen erstreckt sich über den gesamten Kontinent, von Nordafrika bis in die Subsahara-Region. Treiber sind sinkende Modulpreise, verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten und ein wachsender Energiebedarf durch Bevölkerungswachstum und Industrialisierung.
Darüber hinaus steigerten die afrikanischen Länder im vergangenen Jahr auch ihre kollektiven Importe von Batteriespeichertechnologien. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und Solarstrom auch nach Sonnenuntergang nutzbar zu machen – ein kritischer Faktor für Regionen ohne stabiles Stromnetz.
Für Investoren und Unternehmen aus Deutschland und Europa bietet der afrikanische Solarmarkt wachsende Chancen. Angesichts des enormen Ausbautempos und des weiterhin bestehenden Energiedefizits auf dem Kontinent dürfte der Bedarf an Solarmodulen, Wechselrichtern und Speicherlösungen in den kommenden Jahren weiter steigen.
