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Zweiter Liefervertrag für Lithium-Großprojekt Barroso steht bevor

Savannah Resources steht vor dem Abschluss eines zweiten Abnahmevertrags für sein Lithium-Flaggschiffprojekt Barroso in Portugal. Der Deal ist entscheidend für die Finanzierung der 420-Millionen-Dollar-Mine, deren Baubeginn für 2027 geplant ist.

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Zweiter Liefervertrag für Lithium-Großprojekt Barroso steht bevor

Der Londoner Rohstoffkonzern Savannah Resources (SAVS.L) treibt die Vermarktung seines Vorzeigeprojekts Barroso im Norden Portugals voran: Noch im laufenden Quartal soll ein zweiter Abnahmevertrag für die künftige Spodumen-Produktion unterzeichnet werden. Diese Ankündigung machte CEO Emanuel Proenca am Mittwoch im Rahmen einer Analystenkonferenz.

Mit über 39 Millionen Tonnen an Spodumen-Ressourcen handelt es sich bei Barroso um die größte bekannte Lagerstätte dieses lithiumhaltigen Minerals auf dem europäischen Kontinent. Aus Spodumen wird batterietaugliches Lithium extrahiert – ein Rohstoff von strategischer Bedeutung für Elektromobilität und Energiewende. Savannah weist darauf hin, dass zusätzliches Explorationspotenzial die Ressourcenbasis auf mehr als 100 Millionen Tonnen ausweiten und die Minenlebensdauer auf über 50 Jahre verlängern könnte.

Gespräche weit fortgeschritten

Laut Proenca befinden sich die Verhandlungen über den zweiten Abnahmevertrag „in recht fortgeschrittenem Stadium". Es existiere eine „sehr endgültige Shortlist von Kandidaten", die sich aus „durchaus glaubwürdigen Akteuren auf dem globalen Lithiumpark" zusammensetze. Der Vertragsabschluss werde noch innerhalb dieses Quartals angestrebt.

Weitergehende Einzelheiten nannte der CEO nicht. Er hob jedoch hervor, dass ein zweiter Abnahmevertrag einen maßgeblichen Meilenstein für die Absicherung der Projektfinanzierung darstelle. Der Hintergrund: Kreditinstitute verlangen, dass zwischen 70% und 75% der künftigen Fördermenge aus Barroso über langfristige Liefervereinbarungen abgedeckt sind. Ohne eine solche Absicherung ließe sich die Finanzierung des Vorhabens kaum realisieren.

AMG als Erstkunde und Hauptaktionär

Bereits im Juni 2024 hatte der niederländische Bergbau- und Lithiumversorgungskonzern AMG Critical Materials einen ersten Abnahmevertrag geschlossen. Dieser sieht vor, jährlich 45.000 Tonnen Spodumenerzkonzentrat aus dem Projekt Barroso über eine Laufzeit von fünf Jahren zu beziehen. Das Volumen entspricht rund 25% der geplanten Jahresproduktion der Mine.

Im Zuge dieser Vereinbarung stieg AMG Critical Materials mit einem Anteil von 16% zum größten Aktionär von Savannah auf. Damit ist der erste Abnehmer zugleich kapitalseitig eng mit dem Projekt verknüpft – eine in der Rohstoffbranche gängige Struktur, um Liefer- und Investoreninteressen miteinander zu verzahnen.

Kapitalbedarf und zeitlicher Fahrplan

Die Errichtung der Mine Barroso veranschlagt Savannah mit Baukosten von etwa 420 Millionen US-Dollar. Seitens der Banken wird erwartet, dass diese 60% bis 65% der Finanzierung übernehmen. Der verbleibende Teil soll durch einen portugiesischen Staatszuschuss von bis zu 110 Millionen Euro (123,09 Millionen US-Dollar), vorhandene Liquidität sowie frisches Eigenkapital gedeckt werden.

Das Vorhaben befinde sich weiterhin im Zeitplan, sodass der Baubeginn 2027 und die erste Produktionsaufnahme 2028 anvisiert seien, so Proenca. Für Rohstoffinvestoren bedeutet dies: Der zweite Abnahmevertrag stellt den nächsten greifbaren Meilenstein dar, an dem sich der Projektfortschritt messen lässt.

Strategischer Stellenwert für den europäischen Lithiumsektor

Barroso wird als Schlüsselprojekt für Europas Bemühungen eingestuft, die Importabhängigkeit bei Lithium zu reduzieren. Das Leichtmetall ist ein unverzichtbarer Rohstoff für Batterien von Elektrofahrzeugen sowie stationären Speichersystemen. Mit einer der umfangreichsten Spodumen-Lagerstätten des Kontinents könnte das portugiesische Projekt langfristig einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der europäischen Batterieindustrie leisten.

Ob die Unterzeichnung des zweiten Abnahmevertrags wie vorgesehen noch in diesem Quartal gelingt, wird sich zeigen müssen. Fest steht jedoch, dass Savannah mit diesem Vertrag einen bedeutenden Schritt zur Finanzierungssicherung vollziehen würde – und damit den Weg für den Baustart 2027 ebnen könnte.

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