Weißes Haus dementiert Eskortierung von Öltankern durch Hormusstraße
Die USA haben laut Pressesprecherin Leavitt keine Schiffe durch die strategisch wichtige Meerenge begleitet.

Washington hat am Dienstag eine zunächst verbreitete Meldung über US-Marine-Einsätze in der Straße von Hormus zurückgezogen. Pressesprecherin Karoline Leavitt stellte gegenüber Reportern klar: Die Vereinigten Staaten haben keinen Öltanker und kein anderes Schiff durch die Meerenge eskortiert.
Auslöser der Verwirrung war ein Beitrag von Energieminister Chris Wright auf der Plattform X. Wright hatte darin erklärt, die US-Marine habe einen Öltanker durch die Straße von Hormus begleitet, um den Ölfluss zu den Weltmärkten zu sichern. Den Beitrag löschte er noch am selben Tag wieder.
Auf die Löschung direkt angesprochen, bekräftigte Leavitt die offizielle Position des Weißen Hauses: Es habe keine derartige Eskorte stattgefunden. Das Weiße Haus ließ zudem verlauten, dass es keine Ankündigungen bezüglich einer Aufhebung von Energiesanktionen gebe.
Lage im Iran und weitere US-Positionen
Zu den laufenden Operationen im Iran erklärte das Weiße Haus, diese würden enden, sobald Präsident Trump die gesteckten Ziele als erreicht betrachte und der Iran bedingungslos kapituliert habe. Eine klare Bedingung also, die Teheran bislang nicht erfüllt.
Die Straße von Hormus gilt als einer der wichtigsten Energiekorridore der Welt. Rund 20 Prozent des global gehandelten Öls passieren täglich die enge Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Spannungen in der Region wirken sich daher unmittelbar auf die globalen Energiemärkte und die Ölpreise aus.
Der Vorfall verdeutlicht die angespannte Kommunikationslage innerhalb der US-Regierung in Bezug auf die Iran-Politik. Widersprüchliche Aussagen hochrangiger Vertreter können an den Energiemärkten für Unsicherheit sorgen – ein Faktor, den Investoren und Anleger in rohstoffnahen Sektoren genau beobachten.
