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USA untersuchen Uranimporte aus China

Verdacht auf Umgehung des Verbots russischer Uranlieferungen durch chinesische Exporte

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USA untersuchen Uranimporte aus China

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden untersucht derzeit einen Anstieg der Importe von angereichertem Uran aus China, der seit Ende 2023 zu verzeichnen ist. Es besteht der Verdacht, dass diese Lieferungen es Russland ermöglichen, das von den USA verhängte Einfuhrverbot für russisches Uran zu umgehen. Der US-Kongress hat dieses Verbot im Dezember 2023 erlassen, um die finanziellen Mittel von Russlands Präsident Wladimir Putin im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine einzuschränken.

Im Dezember 2023 stiegen die Uranimporte aus China in die USA auf 242.990 Kilogramm, nachdem China zwischen 2020 und 2022 kein angereichertes Uran in die USA geliefert hatte. Im Mai 2024, als das Verbot unterzeichnet wurde, belief sich eine weitere Lieferung aus China auf 123.894 Kilogramm. Diese Entwicklungen veranlassten das US-Energieministerium, in Zusammenarbeit mit anderen Behörden die Importe genauer zu überwachen, um sicherzustellen, dass russisches Uran nicht über chinesische Exporte eingeschleust wird.

Der Sprecher des Ministeriums erklärte, dass die US-Behörden besonders darauf achten, dass Länder wie China nicht russisches Uran importieren, um es dann weiter zu exportieren. Bisher gab es von der chinesischen Regierung keine offizielle Stellungnahme zu diesen Vorwürfen. Russland ist der größte Exporteur von angereichertem Uran weltweit. Bis Juli 2024 wurden 313.050 Kilogramm russisches Uran in die USA importiert, was einem Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das US-Verbot erlaubt jedoch weiterhin gewisse Importe russischen Urans bis 2028, falls es zu Lieferengpässen kommt.

Die Umgehung des Verbots könnte die US-Bemühungen, sich langfristig von russischem Uran unabhängig zu machen, stark beeinträchtigen. Zudem könnte dies auch die Versuche der Biden-Regierung schwächen, eine eigene inländische Lieferkette für Uran aufzubauen, was durch die Bereitstellung von 2,72 Milliarden US-Dollar an öffentlichen Mitteln gefördert werden soll.

Chinas Importe von russischem Uran sind in den Jahren 2022 und 2023 stark gestiegen. Experten vermuten, dass China eine größere Rolle im globalen Markt für angereichertes Uran anstrebt und die Importe aus Russland möglicherweise auch für den Export nutzen könnte. Dies könnte ein Versuch Chinas sein, seine Position auf dem internationalen Uranmarkt zu stärken.

In der US-Industrie für Uranproduktion gibt es ebenfalls Sorgen über die steigenden Importe aus China. Unternehmen wie Centrus haben die US-Regierung aufgefordert, die Zölle auf chinesisches Uran von 7,5 % auf 20 % anzuheben, da sie fürchten, dass ihre eigenen Anstrengungen durch die chinesischen Importe gefährdet werden könnten.

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