Trump will Iran-Krieg beenden – Straße von Hormus bleibt geschlossen
US-Präsident Trump signalisiert Beratern Bereitschaft zum Rückzug, obwohl die strategisch wichtige Meerenge weiter blockiert bleibt.

US-Präsident Donald Trump hat seinen Beratern mitgeteilt, dass er den Militäreinsatz gegen den Iran beenden will – auch wenn die Straße von Hormus dabei weitgehend geschlossen bleibt. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Regierungsbeamte. Trump und sein Beraterstab kamen demnach zu dem Schluss, dass eine Militärmission zur Wiederöffnung der Meerenge den Konflikt weit über den ursprünglichen Zeitplan von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern würde.
Als Hauptziele des Einsatzes gelten die Schwächung der iranischen Marine sowie die Dezimierung der iranischen Raketenvorräte. Laut WSJ-Bericht sieht Trump diese Ziele als weitgehend erreicht an und will die Feindseligkeiten nun zurückfahren. Die USA planen stattdessen, Teheran auf diplomatischem Weg unter Druck zu setzen, die Wasserstraße wieder zu öffnen.
Sollten die Diplomatie-Bemühungen scheitern, will Washington seine Verbündeten in Europa und am Persischen Golf drängen, die Führungsrolle bei der Wiederöffnung der Meerenge zu übernehmen. Das stellt eine deutliche Verlagerung der Verantwortung weg von den USA dar.
Straße von Hormus: Schlüssel zur globalen Energieversorgung
Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt. Rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs werden über diesen engen Korridor zwischen dem Oman und dem Iran abgewickelt. Die Blockade durch iranische Minen und Raketenangriffe hat im vergangenen Monat zu einem kräftigen Anstieg der globalen Öl- und Gaspreise geführt – mit spürbaren Folgen auch für europäische Verbraucher und Unternehmen.
Trump hatte dem Iran zuletzt mit einer Frist bis zum 6. April gedroht: Teheran müsse die Meerenge freigeben oder mit US-Angriffen auf seine kritische Energie- und Wasserinfrastruktur rechnen. Teheran hat diese Forderungen bislang weitgehend zurückgewiesen und im vergangenen Monat mehrere Tanker angegriffen, die die Straße von Hormus passierten.
Für Anleger bleibt die Lage am Ölmarkt damit angespannt. Eine dauerhafte Schließung der Meerenge ohne klare militärische oder diplomatische Lösung dürfte die Energiepreise weiter unter Druck halten und die globalen Lieferketten belasten.
