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Trump-Drohung lässt Dieselaufschlag in Europa auf Rekordniveau schnellen

Der Aufpreis für europäischen Diesel gegenüber Brent-Rohöl ist nach Trumps Exportstopp-Drohung auf ein Rekordhoch von über 95 Dollar je Barrel gesprungen, was für rohstofforientierte Anleger direkte Implikationen für die Preisentwicklung bei Energieträger

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Trump-Drohung lässt Dieselaufschlag in Europa auf Rekordniveau schnellen

Die Notierungen für Diesel in Europa steigen rasant. Der Auslöser ist eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Ausfuhren von amerikanischem Dieselkraftstoff zu unterbinden. Da die Vereinigten Staaten der bedeutendste Lieferant für den europäischen Kontinent sind, haben die Marktteilnehmer umgehend mit deutlichen Preisaufschlägen reagiert.

Der Aufpreis von europäischem Diesel gegenüber Brent-Rohöl kletterte am Mittwoch auf über 95 Dollar je Barrel. Dies stellt einen Höchststand in den bis ins Jahr 2011 zurückreichenden Aufzeichnungen von Bloomberg dar. Der sogenannte Crack-Spread – eine Kennziffer, welche die Gewinnspanne der Raffinerien widerspiegelt – legte damit kräftig zu. In den USA hingegen gab der entsprechende Indikator nach, denn ein Ausfuhrstopp würde das Inlandsangebot ausweiten.

Ursachen der Zuspitzung

Die Drohung aus Washington kommt zu einem Moment, in dem die Dieselbestände in Europa ohnehin angespannt sind. Die USA haben sich im Laufe der letzten Jahre zum primären Diesel-Lieferanten für Europa etabliert. Ein Exportstopp würde die Versorgungssituation auf dem Alten Kontinent drastisch verschlechtern.

Der Crack-Spread wird von den Notenbanken aufmerksam verfolgt, um die Teuerung zu bekämpfen. Höhere Dieselpreise verteuern den Transport- und Logistiksektor, was unmittelbar die Verbraucherpreise nach oben treibt. Für die Europäische Zentralbank wäre eine erneute Verteuerung von Treibstoffen eine zusätzliche Herausforderung im Kampf gegen die Inflation.

Folgen für die Märkte

Die Reaktion der Märkte war deutlich sichtbar. Während die europäischen Diesel-Futures zulegten, kamen die US-Futures unter Abgabedruck. Ein Ausfuhrverbot würde zur Folge haben, dass amerikanische Raffinerien ihren Diesel auf dem heimischen Markt absetzen müssten, was die Preise in den USA sinken ließe. In Europa hingegen würde das verknappte Angebot zu weiter anziehenden Preisen führen.

Die Preisdifferenz zwischen den beiden Märkten hat sich dadurch auf ein historisches Niveau ausgeweitet. Die Händler kalkulieren nun das Risiko ein, dass die Lieferungen des wichtigsten Versorgers der Region tatsächlich zum Erliegen kommen könnten.

Einschätzung für Kapitalanleger

Für Anleger in Rohstoffwerte und Minenaktien ist diese Entwicklung von großer Relevanz. Die Bundesrepublik ist als Industriestandort und Transitnation massiv auf Dieselimporte angewiesen. Steigende Treibstoffpreise belasten nicht nur die Autofahrer an der Zapfsäule, sondern auch die Frachtkosten der Unternehmen. Sollte Trump das Exportverbot tatsächlich durchsetzen, sind weitere Preissteigerungen zu erwarten.

Die Situation bleibt angespannt. Die Akteure am Markt verfolgen nun genau, ob es sich bei der Ankündigung aus Washington um eine Verhandlungstaktik handelt oder ob sie tatsächlich in eine Exportbeschränkung mündet. Bis dahin verharrt der Aufschlag für europäischen Diesel auf dem Rekordniveau.

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