Tesla und LG Energy Solution schließen Batterie-Deal über 4,3 Milliarden Dollar
Die US-Regierung bestätigt offiziell den milliardenschweren LFP-Batterievertrag für Teslas Energiespeichersysteme.

Tesla und LG Energy Solution haben einen Liefervertrag über 4,3 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Das gab die US-Regierung am Montag im Rahmen des Indo-Pacific Energy Security Summit bekannt. Im Mittelpunkt steht der Bau einer neuen Produktionsstätte für Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen (LFP) im amerikanischen Bundesstaat Michigan.
Die neue Fabrik entsteht in Lansing und soll ab 2027 in Betrieb gehen. Das US-Innenministerium erklärte, die in den USA hergestellten Zellen würden Teslas Megapack-3-Energiespeichersysteme antreiben, die im texanischen Houston produziert werden. Damit soll eine robuste inländische Batterielieferkette aufgebaut werden.
Strategische Bedeutung für die US-Batterieversorgung
Hintergrund des Deals ist Teslas Bestreben, seine Abhängigkeit von chinesischen Batterieimporten zu reduzieren. US-Zölle auf chinesische Waren machen heimische Alternativen wirtschaftlich attraktiver. LFP-Batterietechnologie wurde bislang von chinesischen Herstellern dominiert, die auf dem amerikanischen Markt kaum präsent sind.
LG Energy Solution hatte den Vertrag bereits im Juli 2024 öffentlich gemacht, damals jedoch weder den Kunden noch den genauen Verwendungszweck genannt. Das südkoreanische Unternehmen sprach von einem Dreijahresvertrag zur weltweiten Lieferung von LFP-Batterien. Nun bestätigt die offizielle Verlautbarung der Trump-Administration Tesla als Abnehmer.
Für deutsche Anleger ist der Deal aus mehreren Gründen relevant. Tesla stärkt mit dem Vertrag seine Wettbewerbsposition im boomenden Markt für stationäre Energiespeicher. Gleichzeitig zeigt der Deal, wie westliche Unternehmen aktiv versuchen, chinesische Lieferketten in der Batterietechnologie zu umgehen.
