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Spritpreise explodieren am Mittag auf Rekordniveau

Nach zweiwöchiger Talfahrt schießen die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen wieder deutlich nach oben – mit Rekordsprung zur Mittagszeit.

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Spritpreise explodieren am Mittag auf Rekordniveau

An deutschen Tankstellen ist die kurze Verschnaufpause für Autofahrer vorbei. Nach rund zwei Wochen sinkender Preise seit Ostern dreht der Trend wieder nach oben – und das mit Nachdruck. Laut ADAC verzeichneten die Spritpreise am heutigen Mittag den stärksten Anstieg, der seit Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel je gemessen wurde.

Der Automobilklub beziffert den Preissprung bei Superbenzin E10 auf 14,1 Cent innerhalb kürzester Zeit. Beim Diesel fiel der Mittagsanstieg mit 16,3 Cent sogar noch deutlicher aus. Bemerkenswert: Sowohl vor als auch nach diesem Sprung lagen die Preise spürbar über dem Niveau des Vortages – ein klares Signal für einen steigenden Tagesdurchschnitt.

Preise klettern auf breiter Front

Bereits am Donnerstag hatte sich die Tendenz abgezeichnet. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt verteuerte sich Super E10 laut ADAC um 1,1 Cent auf 2,074 Euro pro Liter. Diesel zog um 2,3 Cent auf 2,150 Euro pro Liter an. Daten der ARD bestätigen diesen Trend: Um 14 Uhr kostete ein Liter E5 im Mittel 2,12 Euro, E10 lag bei 2,06 Euro.

Im Vergleich zum Mittwoch entspricht das einem Aufschlag von jeweils rund zwei Cent bei Benzin. Der Dieselpreis kletterte seit Mittwoch sogar um drei Cent auf 2,14 Euro. Diese Zahlen basieren auf der SWR-Datenanalyse, die sämtliche Kraftstoffpreise der rund 15.000 deutschen Tankstellen auswertet.

Der Zeitpunkt des Preisanstiegs ist kein Zufall. Kurz zuvor hatte der Bundestag den sogenannten Tankrabatt ab dem 1. Mai beschlossen – offenbar ein Signal für die Tankstellenbetreiber, die Preise vorab noch einmal anzuheben.

Rohölpreis über 100 Dollar – Druck auf Verbraucher steigt

Ein wesentlicher Treiber hinter der Entwicklung ist der internationale Rohölmarkt. Die für Europa maßgebliche Sorte Brent notiert inzwischen wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Für Anleger, die Energieaktien oder rohstoffbezogene Wertpapiere im Depot halten, ist das eine relevante Entwicklung.

Nach den Osterferien hatten sich die Spritpreise zunächst merklich von ihren Hochs entfernt und Verbrauchern eine kurze Entlastung gebracht. Diese Phase scheint nun beendet. Die Kombination aus steigendem Rohölpreis und dem politischen Umfeld rund um den Tankrabatt sorgt für neuen Aufwärtsdruck an den Zapfsäulen.

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