Saudi-Arabien lädt im Januar zur sechsten Auflage des Mineralien-Gipfels nach Riad
Das saudi-arabische Ministerium für Industrie und mineralische Ressourcen hat die sechste Auflage des Future Minerals Forum vom 12. bis 14. Januar in Riad angekündigt. Das Forum unter dem Motto „Globale Zusammenarbeit für widerstandsfähige Mineralversorgu

Das Industrieministerium des Königreichs Saudi-Arabien hat die Durchführung der sechsten Auflage des Future Minerals Forum (FMF) bekannt gegeben. Die internationale Plattform, die sich der Ausgestaltung der künftigen Mineralstoffwirtschaft widmet, wird unter der Schirmherrschaft des Hüters der beiden Heiligen Moscheen vom 12. bis 14. Januar des kommenden Jahres in der saudischen Hauptstadt über die Bühne gehen. In den zurückliegenden Jahren hat sich das Treffen zu einem der bedeutendsten Branchentreffen des weltweiten Bergbau- und Rohstoffsektors entwickelt.
Das sechste Forum steht unter dem Leitthema „Globale Kooperation für resiliente Mineralstoffversorgung". Zentrale Schwerpunkte bilden die Einwerbung von Kapital, die Beschleunigung von Projektvorhaben sowie die Reduzierung der Zeitspanne bis zur Betriebsaufnahme neuer Anlagen. Angestrebt wird eine Ausweitung des Mineralangebots sowie der Aufbau von Wertschöpfungsketten im eigenen Land und in aufstrebenden Förderregionen. Hierzu zählt insbesondere die sogenannte Super-Region, die sich über Afrika, West- und Zentralasien sowie Lateinamerika erstreckt.
Regierungstisch und Finanzierungsprogramm
Ein zentraler Bestandteil des FMF 2027 ist ein ministerieller Runder Tisch unter staatlicher Regie. Dort treffen sich ranghohe Vertreter aus Politik, Wirtschaft, multilateralen Einrichtungen, Wissenschaft und Finanzwelt sowie Akteure der gesamten mineralischen Lieferkette, um gemeinsame Initiativen für die Zukunft der Branche zu erarbeiten.
Darüber hinaus präsentiert das Forum ein erweitertes Angebot im Rahmen der „Gateway to Funding"-Initiative. Diese hat zum Ziel, Anlagemöglichkeiten in Saudi-Arabien und darüber hinaus, Finanzierungsprodukte sowie Kooperationsmodelle aufzuzeigen und gleichzeitig Kapitalgeber mit ausbaufähigen Vorhaben zusammenzuführen. Abgerundet wird das Programm durch Sitzungen zum Thema „State of the Sector", die als Fortführung des Future Minerals Barometer globale Rohstoffprognosen, Marktentwicklungen und strategische Einschätzungen vermitteln. Diese sollen Entscheidungsträger aus Politik, Industrie und Investorensphäre in ihrer Urteilsfindung unterstützen.
Des Weiteren sind spezialisierte Führungskräfte-Roundtables und Wissensforen vorgesehen. Diese widmen sich regionalen Fragestellungen rund um die Belastbarkeit der Mineralstoffversorgung und erarbeiten praxisnahe Ansätze zur Absicherung der Lieferketten.
Erfolgsbilanz bisheriger Veranstaltungen
Das FMF 2027 knüpft eigenen Angaben zufolge an die Erfolge der fünf vorangegangenen Auflagen an, die den internationalen Austausch und die Kooperation im Bergbau- und Mineraliensektor maßgeblich befördert haben. Die fünfte Ausgabe im Januar dieses Jahres verzeichnete hochrangige Regierungsdelegationen aus 91 Nationen sowie mehr als 64 staatliche und nichtstaatliche Organisationen. Insgesamt kamen 21.500 Besucher aus 175 Ländern zusammen.
Zudem war das Treffen Schauplatz der Unterzeichnung von 132 Verträgen und Absichtserklärungen (MoUs) mit einem Gesamtvolumen von über 26,7 Milliarden US-Dollar. Damit summiert sich die Bilanz über fünf Auflagen auf 398 Vereinbarungen und MoUs im Wert von mehr als 75,2 Milliarden US-Dollar. Diese Kennzahlen verdeutlichen das wachsende Gewicht des Forums als Drehscheibe für konkrete Abschlüsse und grenzüberschreitende Partnerschaften.
In seinen ersten fünf Auflagen hat sich das Forum parallel zu den Fortschritten im saudischen Bergbausektor weiterentwickelt. Dazu zählen erweiterte Fördermöglichkeiten sowie die Ankündigung diverser Programme zur Stärkung industrieller und bergbaulicher Dienstleistungen, des Kompetenzaufbaus und der Innovation. Für Anleger und Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für Rohstoffmärkte und Lieferketten interessieren, dürfte der Gipfel damit ein maßgeblicher Gradmesser für die künftige Ausrichtung der weltweiten Mineralienwirtschaft bleiben.
