ANZEIGE

SADC-Region forciert lokale Veredelung strategischer Rohstoffe

Die SADC-Staaten drängen verstärkt auf lokale Veredelung kritischer Rohstoffe statt reiner Exporte. Politische Reformen, darunter eine Novelle des Bergbauprotokolls, sollen grenzüberschreitende Investitionen erleichtern, sind aber noch nicht in Kraft.

•• 3 Min
SADC-Region forciert lokale Veredelung strategischer Rohstoffe

Die weltweit steigende Nachfrage nach strategischen Rohstoffen im Kontext der Energiewende lenkt das Augenmerk auf die abbauwürdigen Vorkommen im südlichen Afrika. Kupfer, Cobalt und Lithium eröffnen die Möglichkeit, industrielle Querverbindungen zwischen Förderung, Aufbereitung, Produktion und Dienstleistungen zu knüpfen. Die zentrale Hürde liegt darin, diese mineralischen Ressourcen in wirtschaftlich konkurrenzfähige Wertschöpfungsprozesse zu überführen, die einen größeren Wertschöpfungsanteil innerhalb der Region binden, Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und Unternehmen in den Mitgliedsstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) besser vernetzen.

Die politische Grundlage für dieses Vorhaben bilden die Industrialisierungsstrategie und der Fahrplan der SADC für den Zeitraum 2015–2063, der Regionale Indikative Strategische Entwicklungsplan 2020–2030, die Regionale Bergbaubergsicht (RMV) nebst Aktionsplan sowie das geltende Bergbauprotokoll. Zwar haben der RMV-Aktionsplan und die vorbereitenden Arbeiten zur Projektreife bereits Teilaspekte dieser Agenda vorangebracht, doch bleiben uneinheitliche Umsetzungsprozesse auf regionaler Ebene weiterhin ein Hemmnis.

Erschwerend kommen Engpässe bei Energieversorgung, Transportlogistik, Fachkräften, Qualitätssicherung, Kapitalausstattung und gesetzlichen Rahmenbedingungen hinzu. Diese Restriktionen behindern grenzüberschreitende Investitionen ebenso wie die lokale Weiterverarbeitung (Beneficiation). Der SADC Business Council gibt an, einen fortlaufenden Prozess zur Novellierung des SADC-Bergbauprotokolls zu betreiben, um den regionalen Ordnungsrahmen zu verbessern und die Erkenntnisse der RMV sowie die Interessen der Privatwirtschaft einzubeziehen.

Novelle des Bergbauprotokolls bislang nicht in Kraft getreten

Die geplanten Protokolländerungen wurden laut Aussage des SADC Business Council auf regionaler Ebene diskutiert und abgesegnet, sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Sie waren der zentrale Gegenstand des Online-Seminars „SADC Critical Minerals & Regional Value Chains“, das am 13. Oktober vom SADC Business Council und der Mining Industry Association of Southern Africa (MIASA) ausgerichtet wurde.

Im Rahmen der Diskussion erörterten die Teilnehmer, wie die politischen Instrumente den Bergbausektor enger mit Handels- und Industriepolitik verknüpfen ließen. Ebenso wurde erörtert, auf welche Weise die Mitgliedstaaten einander ergänzende statt konkurrierende Bereiche der mineralischen Wertschöpfungsketten erschließen können. Im Zentrum standen praktische Ansätze, um die politischen Zusagen der SADC im Rohstoffbereich in integrierte, investitionsfähige und marktreife länderübergreifende Wertschöpfungsketten zu gießen.

Vusi Mabena, Exekutivsekretär der MIASA und Angehöriger des SADC Business Councils, beleuchtete während des Webinars die Funktion öffentlich-privater Kooperationen zur Förderung von Wertschöpfung und lokaler Veredelung im SADC-Raum. Er unterstrich die Notwendigkeit von Zusammenarbeit und verstärkter Integration in der gesamten Region.

„Wenn wir über Veredelung und Wertschöpfung sprechen – die Region ist tatsächlich hervorragend aufgestellt. Gehen wir nicht behutsam vor, werden wir diesen Aufschwung verpassen. Der Region bleibt nicht mehr viel Zeit, um sicherzustellen, dass sämtliche Bergbauregionen wechselseitig voneinander profitieren, um unsere Volkswirtschaften zu stärken und Wachstum zu erzeugen“, so Mabena.

Politik und Privatwirtschaft gleichermaßen gefordert

Mabena hob hervor, wie drängend es sei, wirtschaftliche Gewinne durch regionsübergreifende Kooperation zu realisieren. „Wir müssen wechselseitig voneinander profitieren, damit die Branche expandiert“, ergänzte er. Aus seiner Sicht benötigt der private Bergbausektor gesetzliche und politische Flankierung, die Investitionen in die Exploration und in tragfähige Abbauprojekte begünstigt.

Er betonte daher die Dringlichkeit, förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen. „Die Systeme in den einzelnen Ländern begünstigen solche Engagements derzeit nicht, daher ist es enorm wichtig, dass wir uns gemeinsam als Region zusammensetzen und überlegen, wie wir unsere Regelwerke überprüfen und neu ausrichten können, um Investoren den Zugang zu unserer Region zu erleichtern“, erläuterte Mabena.

Zudem wies er darauf hin, dass Hemmnisse etwa bei der Infrastruktur und der mangelhaften Energieversorgung nur in Kooperation zwischen Privatwirtschaft und Regierungen zu bewältigen seien. „Der Bergbausektor ist bereit, sich mit noch höherem Tempo als bisher einzubringen, um sicherzustellen, dass die rohstoffbasierte Industrialisierung zu regionalem Wirtschaftswachstum führt“, bekräftigte Mabena.

Für Rohstoffanleger aus dem deutschsprachigen Raum, die im Minensektor positioniert sind, zeigt dieser Austausch: Die SADC setzt verstärkt auf lokale Aufbereitung und integrierte Wertschöpfungsketten anstelle purer Rohstoffexporte. Ob und wann die novellierten Protokollvorgaben in Kraft treten, wird maßgeblich darüber entscheiden, wie attraktiv grenzüberschreitende Investitionen in dieser Region künftig ausfallen.

SADCKritische MineralienBeneficiationWertschöpfungskettenBergbau AfrikaMIASAKupfer Kobalt LithiumEnergieübergang

Meistgelesene News

  1. Gasnotierungen legen zu: Kälteprognosen stützen die europäischen Energiebörsen
  2. Moskau greift ukrainische Energieinfrastruktur an – elf Tote bei Raketenbeschuss
  3. Transition Metals vergrößert Haultain-Goldstruktur und markiert frische Bohraussichten in Ontario
  4. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  5. Bohrerfolge bei Pamour: Discovery Mining erweitert Goldressource deutlich

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.