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Russland steigert Diesel-Exporte nach Türkei und Brasilien

Afrikanische Importe sinken, Mittelmeerraum vermehrt für Umladungen genutzt

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Russland steigert Diesel-Exporte nach Türkei und Brasilien

Die Hauptabnehmer von russischem Diesel und Gasöl, das auf dem Seeweg transportiert wird, sind seit dem Inkrafttreten des EU-Embargos gegen russische Ölprodukte im Februar 2023 vor allem die Türkei und Brasilien. Dies geht aus Daten von Marktquellen und der Finanzgesellschaft LSEG hervor. Vor dem vollständigen Embargo war Europa der größte Abnehmer von russischem Diesel.

Im September 2024 exportierte Russland rund 1,07 Millionen Tonnen schwefelarmen Diesel und Gasöl in die Türkei, was einen leichten Anstieg im Vergleich zu den 1,04 Millionen Tonnen im August darstellt. Brasilien verzeichnete ebenfalls einen Anstieg der Dieselimporte aus Russland. Im September wurden 0,78 Millionen Tonnen geliefert, während es im August noch 0,58 Millionen Tonnen waren.

Neben den direkten Lieferungen werden auch vermehrt Schiff-zu-Schiff-Transfers (STS) im Mittelmeerraum durchgeführt. Diese finden hauptsächlich in der Nähe des italienischen Hafens von Augusta sowie in der Region der griechischen Inseln statt. Im September wurden etwa 370.000 Tonnen russischen Diesels auf diese Weise umgeladen, verglichen mit 230.000 Tonnen im August. Die endgültigen Bestimmungsorte dieser Ladungen sind bisher unbekannt.

Während die Exporte nach Brasilien und die Türkei zugenommen haben, sanken die Lieferungen in afrikanische Länder im September deutlich. So fielen die Exporte nach Afrika von 0,73 Millionen Tonnen im August auf 0,44 Millionen Tonnen im September. Zu den wichtigsten Abnehmern auf dem afrikanischen Kontinent gehörten Libyen, Tunesien, Senegal und Ägypten.

Insgesamt stiegen die Exporte von russischem Diesel und Gasöl im September um etwa sieben Prozent im Vergleich zum Vormonat und beliefen sich auf rund 2,8 Millionen Tonnen. Dies ergaben Berechnungen von Reuters auf Basis von LSEG-Daten und Marktquellen.

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