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Rohstoffmärkte unter Druck: Iran-Konflikt könnte bis 2029 andauern

Vertraute Trumps warnen intern vor einem bis 2029 andauernden Iran-Konflikt – die steigenden Ölpreise über 100 Dollar je Barrel und die wachsende Kluft zwischen öffentlichen Versprechen und Realität werden für Rohstoffanleger zum zentralen Risikofaktor.

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Rohstoffmärkte unter Druck: Iran-Konflikt könnte bis 2029 andauern

Die engsten Vertrauten von US-Präsident Donald Trump haben hinter verschlossenen Türen die Befürchtung geäußert, dass die militärischen Auseinandersetzungen mit Iran bis zum Ende seiner aktuellen Amtszeit andauern könnten. Dies berichtete das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Mittwoch unter Verweis auf informierte Quellen.

Der WSJ zufolge haben ranghohe Regierungsmitglieder wie Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio intern die Möglichkeit diskutiert, dass der Konflikt über den Tag der Vereidigung im Januar 2029 hinausgehen könnte. Diese vertraulichen Gespräche stehen in deutlichem Widerspruch zu den zahlreichen öffentlichen Beteuerungen Trumps und seines Teams, das Ende des Krieges stehe unmittelbar bevor.

Gegenläufige Signale aus Washington

Gegenüber Journalisten erklärte Trump am Mittwoch, der Krieg werde unmittelbar nach den Midterm-Wahlen im November enden. Zugleich drohte der US-Präsident am Mittwochabend mit einem möglichen Angriff auf das iranische Nuklearanlagen-Areal „Pickaxe Mountain“ und forderte Teheran auf, „sich nicht schlauer zu stellen, als man ist“.

Bereits seit Juli droht Washington mit Attacken auf Irans Nukleareinrichtungen. Mitte 2025 ordnete Trump einen massiven Schlag gegen iranische Atomstandorte an, unterließ jedoch im Jahr 2026 während des Konflikts entsprechende Weisungen.

Militäreinsatz dauert deutlich länger als geplant

Der militärische Konflikt zwischen den USA und Iran wird im September die Sieben-Monats-Marke überschreiten. Damit liegt er weit jenseits von Trumps ursprünglicher Zielsetzung eines Militäreinsatzes von vier bis sechs Wochen. Die wachsende Kluft zwischen Planung und tatsächlichem Verlauf wird für den US-Präsidenten zunehmend zum innenpolitischen Problem.

Die Ölnotierungen zogen in dieser Woche infolge erneuter Militäraktionen beider Seiten auf über 100 Dollar je Barrel an. Die steigenden Energiepreise belasten die US-Konjunktur und treiben die Verbraucherkosten nach oben.

Auswirkungen auf die politische Landschaft

Trump und die Republikaner sehen sich mit zunehmendem öffentlichen Unmut über den Iran-Krieg und dessen Folgen für die Lebenshaltungskosten konfrontiert. Marktbeobachter prognostizieren, dass diese Entwicklung die Aussichten der Partei bei den Midterm-Wahlen schmälern könnte.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen des Konflikts werden für die US-Bevölkerung immer deutlicher spürbar. Steigende Ölpreise und Inflation setzen die privaten Haushalte unter Druck und könnten die Wählerstimmung vor den richtungsweisenden Wahlen im November maßgeblich prägen.

Für Rohstoffanleger in Deutschland ist diese Entwicklung von großer Bedeutung. Ein langanhaltender Iran-Konflikt treibt nicht nur die Rohölpreise, sondern könnte auch die globalen Lieferketten stören und die Inflationsdynamik in Europa und Deutschland weiter anheizen. Die fehlende Klarheit über die Konfliktdauer bleibt ein gewichtiger Risikofaktor für die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte.

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