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Rohölpreise explodieren: Eskalation zwischen USA und Iran sowie Minentreiber vor Hormus

Die Rohölpreise sind nach direkten Angriffen zwischen USA und Iran sowie einem Minentreffer auf einen Tanker in der Straße von Hormuz sprunghaft gestiegen. Brent notiert bei 91 Dollar, WTI bei 86 Dollar je Barrel.

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Rohölpreise explodieren: Eskalation zwischen USA und Iran sowie Minentreiber vor Hormus

Die Notierungen für Rohöl sind am Montag schlagartig nach oben geschossen, nachdem die Lage im Nahen Osten sich dramatisch zugespitzt hat. Erstmals seit rund vier Wochen haben Washington und Teheran wieder unmittelbare Angriffe gegeneinander geflogen. Hinzu kommen Meldungen über einen Tanker, der in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormuz auf eine Seemine gelaufen sein soll.

Die Sorte Brent aus der Nordsee zur Oktober-Lieferung verteuerte sich auf 91 US-Dollar je Barrel. In den Vereinigten Staaten lag der Preis für West Texas Intermediate (WTI) bei 86 Dollar pro Fass. Verantwortlich für diesen Preissprung sind mehrere sich überschneidende Ereignisse, die auf eine bedrohliche Verschärfung des Konflikts hindeuten.

Frische Kampfhandlungen zwischen Washington und Teheran

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) meldete, dass man Abschussvorrichtungen für Raketen attackiert habe, die dazu vorgesehen waren, Minen in der Straße von Hormuz auszulegen. Dies ist der erste direkte Militärschlag der USA gegen iranische Ziele seit ungefähr einem Monat.

Das Islamische Revolutionsgardenkorps (IRGC) teilte daraufhin mit, man habe US-Luftwaffenstützpunkte in Jordanien unter Beschuss genommen. Dieser Schlagabtausch verdeutlicht, wie rasch der ohnehin schwelende Disput zwischen den beiden Nationen erneut eskalieren kann.

Tanker in der Meerenge von Hormus getroffen

Zeitgleich zu den militärischen Konfrontationen gibt es Meldungen, dass ein Öltanker in der Straße von Hormuz mit einer Mine kollidiert sei. Diese Meerenge zählt zu den bedeutendsten Schifffahrtsrouten für den globalen Erdöltransport. Täglich passiert etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs diese schmale Wasserpassage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.

Schon früher haben Minenattacken in dieser Gegend zu deutlichen Preissprüngen geführt, weil sie die gefahrlose Passage von Tankern beeinträchtigen. Bestätigt sich der Vorfall, könnten die Versicherungsprämien für Schiffe in der Region massiv anziehen, was die Frachtkosten für Rohöl weiter nach oben treiben würde.

Folgen für den Erdölmarkt

Die zeitgleiche Zuspitzung auf militärischer und logistischer Ebene hat die Märkte alarmiert. Marktbeobachter zeigen sich besorgt, dass beide Konfliktparteien zu einer unmittelbareren Konfrontation übergehen, nachdem die Auseinandersetzung zuvor eher über Stellvertreter geführt wurde.

Für Anleger in Rohstoffwerte bedeutet dies: Bleiben die Preise auf dem aktuellen Niveau oder steigen sie weiter, sind höhere Energiekosten zu erwarten. Deutschland bezieht einen wesentlichen Anteil seines Rohöls aus dieser Region. Jegliche Unterbrechung der Transportwege durch die Straße von Hormuz würde sich unmittelbar auf die Preise für Benzin und Heizöl an den deutschen Zapfsäulen auswirken.

Die nächsten Tage werden erweisen, ob es sich um eine vorübergehende Zuspitzung handelt oder ob der Konflikt dauerhaft auf einem erhöhten Niveau verbleibt. Beide Szenarien hätten weitreichende Konsequenzen für die globalen Ölmärkte und damit auch für die deutsche Volkswirtschaft.

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