ANZEIGE

Ölpreise steigen: Golf-Staaten erhöhen Exporte auf Rekordniveau

Geopolitische Spannungen zwischen den USA und Iran treiben die Ölmärkte an – Saudi-Arabien und die VAE reagieren mit massiven Exportsteigerungen.

•• 2 Min
Ölpreise steigen: Golf-Staaten erhöhen Exporte auf Rekordniveau

Die Angst vor einem militärischen Konflikt zwischen den USA und Iran lässt die Ölpreise klettern. Brent-Rohöl erreichte am Freitag mit 73 US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli. Besonders die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Seetransports von Rohöl fließt, steht im Fokus der Märkte.

Iranische Regierungsvertreter haben mit einer Eskalation des Konflikts gedroht, was Lieferunterbrechungen durch den strategisch wichtigen Meeresengpass auslösen könnte. Die Märkte reagieren nervös auf jede neue Entwicklung in der Region.

Golf-Staaten fahren Exporte auf Rekordniveau hoch

Als Reaktion auf die wachsenden Risiken erhöhen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihre Rohölexporte deutlich. Laut Daten des Analysehauses Kpler erreichten die saudischen Ölexporte in diesem Monat 7 Millionen Barrel pro Tag (b/d) – das höchste Niveau seit 2023. Die VAE streben im Februar sogar einen Rekordwert von 3,5 Millionen b/d an. Abu Dhabi plant zudem, im April größere Mengen seines Flaggschiff-Rohöls Murban zu exportieren.

Marktbeobachter werten den Exportschub als präventive Maßnahme, um mögliche Lieferausfälle abzufedern – eine Strategie, die in früheren Krisen bereits eingesetzt wurde. Ziel ist es, die kurzfristige Versorgungssicherheit für Verbraucher weltweit zu gewährleisten.

Acht Schlüsselmitglieder des OPEC+-Verbunds – darunter Saudi-Arabien, Russland, die VAE, Kasachstan, Kuwait, Irak, Algerien und Oman – treffen sich am Sonntag, um über die Förderpolitik zu beraten. Ursprünglich war eine moderate Produktionserhöhung von 137.000 Barrel pro Tag (bpd) für April erwartet worden, was das dreimonatige Fördermoratorium beendet hätte. Nun deuten Insiderberichte darauf hin, dass angesichts der geopolitischen Lage und der höheren Preise ein größerer Output-Anstieg diskutiert wird.

UAE auch in US-Krypto-Affäre verwickelt

Abseits der Ölmärkte geraten die VAE durch zwei separate Finanzaffären in den Blickpunkt. Die US-Kryptoplattform World Liberty Financial (WLF), mitgegründet von Ex-Präsident Donald Trump, steht unter intensiver Beobachtung des US-Kongresses. Hintergrund ist eine Investition von 500 Millionen US-Dollar durch Scheich Tahnoon bin Zayed al-Nahyan, den nationalen Sicherheitsberater der VAE. Demokratische Senatoren werfen die Frage auf, ob diese Investition der VAE bevorzugten Zugang zu sensiblen US-amerikanischen KI-Chips verschafft hat – was WLF bestreitet.

Der Chef der US-Bankenaufsichtsbehörde OCC (Office of the Comptroller of the Currency) verweigerte dem Senatsausschuss Einblick in WLFs Antrag auf eine US-Banklizenz. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen über die Verflechtung politischer und finanzieller Interessen auf.

Milliarden-Betrugsfall: Schadensersatz steigt auf 700 Millionen Dollar

In einem weiteren Fall mit VAE-Bezug hat das Londoner High Court dem Rohstoffhändler Trafigura Recht gegeben und die Berufung des Unternehmers Prateek Gupta abgewiesen. Gupta wurde für einen „Betrug in großem Maßstab

FinanzenMarktbericht

Meistgelesene News

  1. Singapur senkt Haushaltsstrompreis um 10,4 Prozent – Erdgaspreise geben nach
  2. Iran-Konflikt treibt Ölpreis: Teherans Drohungen heizen Rohstoffmärkte an
  3. Edelmetallsektor unter Spannung: LBMA-Verfahren und Silber-Marktrisiken
  4. Wolfram-Boom: Preisexplosion und Milliardenprognosen für den kritischen Rohstoff
  5. Euronext-Mahlweizen gibt minimal nach: US-Maislager drücken weiter auf die Getreidesparte

Disclaimer