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Neues LNG-Terminal stärkt Europas Energieversorgung

Griechenland eröffnet schwimmende Anlage zur Diversifizierung von Gaslieferungen an acht Länder

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Neues LNG-Terminal stärkt Europas Energieversorgung

Ein neues schwimmendes LNG-Speicher- und Regasifizierungssystem (FSRU) hat vor der nordöstlichen Küste Griechenlands seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen. Das Projekt, das am Dienstag in Betrieb ging, zielt darauf ab, die Versorgung Europas mit importiertem LNG zu diversifizieren. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 hat Griechenland große Mengen importierten Gases nach Bulgarien und weiter in den Norden über ein Regasifizierungsterminal in der Nähe von Athen geliefert.

Die neue Anlage, die vor dem nördlichen Hafen von Alexandroupolis liegt und durch eine 28 Kilometer lange Pipeline mit dem griechischen Gasnetz verbunden ist, soll Gas an insgesamt acht Länder liefern. Dazu zählen neben Bulgarien auch Rumänien, Serbien, Ungarn und die Ukraine, wie der Projektentwickler Gastrade in einer Mitteilung bekanntgab. Die Einrichtung hat eine maximale Regasifizierungskapazität von 5,5 Milliarden Kubikmetern LNG pro Jahr und ergänzt eine gemeinsame Initiative Griechenlands und dieser Länder, um den Gasfluss zu erleichtern.

Gastrade betonte in einer Erklärung, dass das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit und Diversifizierung von Energiequellen und -wegen in Südost- und Mitteleuropa leiste. Dadurch werde Griechenland zu einem Energiedrehkreuz für mehr als neun Länder. Bis mindestens 2030 haben insgesamt 14 griechische und ausländische Unternehmen fast die gesamte Kapazität des Alexandroupolis-Terminals gebucht.

Im vergangenen Monat verkündete der US-amerikanische Entwickler Venture Global LNG einen Fünfjahresvertrag mit Gastrade, um ab dem nächsten Jahr bis zu eine Million Tonnen LNG in Griechenland zu regasifizieren. Zu den Anteilseignern des Terminals gehören das griechische Unternehmen Gaslog, Bulgartransgaz aus Bulgarien sowie Griechenlands größter Gasanbieter DEPA und der Betreiber des Gasnetzes DESFA.

Das Projekt soll die Energiesicherheit in der Region stärken und die Versorgung Europas mit Gas durch alternative Lieferwege und Quellen diversifizieren. Die neue FSRU stellt somit einen wichtigen Schritt in der Umgestaltung der europäischen Gasinfrastruktur dar, insbesondere in Hinblick auf die Entwicklungen im Zusammenhang mit den Energiekrisen und Lieferunsicherheiten der letzten Jahre.

LNGGriechenlandErdgas

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