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Mitsubishi Materials steckt 52 Mio. Dollar in Wolfram-Recycling-Anlage in Japan

Mitsubishi Materials investiert 52 Mio. Dollar in den Ausbau der Wolfram-Recycling-Kapazitäten in Japan, um die Abhängigkeit von chinesischen Importen zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

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Mitsubishi Materials steckt 52 Mio. Dollar in Wolfram-Recycling-Anlage in Japan

Der japanische Industriekonzern Mitsubishi Materials baut die Wolfram-Recycling-Kapazitäten seiner Tochter Japan New Metals aus und investiert dafür umgerechnet rund 52 Millionen US-Dollar (8 Milliarden Yen). Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Anlass sind die wachsenden Versorgungsschwierigkeiten bei diesem strategisch bedeutsamen Rohstoff, nachdem China seine Exportrestriktionen weiter verschärft hat.

Das japanische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt mit einem Zuschuss von 2 Milliarden Yen. Vorgesehen ist eine Verdopplung der jährlichen Produktionskapazität für Ammoniumparatungstat (APT) im Werk Akita auf 2.400 Tonnen. Bei APT handelt es sich um ein Vorprodukt, das für die Herstellung von Wolframmetall benötigt wird. Die Angabe erfolgt auf Basis von Wolframtrioxid-Äquivalenten.

Bedeutung von Wolfram für die Industrie

Wolframcarbid gilt als das zweithärteste Material nach Diamant und kommt in einer Vielzahl industrieller Prozesse zum Einsatz. Besonders stark verbreitet ist es in Bohrern und Schneidwerkzeugen entlang der gesamten metallverarbeitenden Kette – vom Bergbau bis zur Präzisionsbearbeitung. Darüber hinaus wird Wolfram in der Luftfahrt und in der Rüstungsindustrie genutzt.

Für Japans produzierendes Gewerbe, insbesondere die Autoindustrie, sind Hartmetallwerkzeuge auf Wolframbasis unverzichtbar. Die Abhängigkeit von Importen, vor allem aus China, wird dabei zunehmend als Risiko betrachtet.

Zeitplan und strategische Ausrichtung

Die Installation der neuen Anlagen am Standort Akita soll im Geschäftsjahr 2026 beginnen. Den Produktionsstart plant Mitsubishi Materials für April 2029. Japan New Metals ist der einzige Vollsortimenter für Wolframprodukte in Japan – das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Erzkonzentrat-Aufbereitung bis hin zu Pulvern und Hartmetallen.

Mit dem Ausbau der Recycling-Infrastruktur will das Unternehmen den Anteil heimischer Wolfram-Schrottabfälle deutlich steigern. Konkret sollen jährlich rund 1.200 Tonnen importierte Zwischenprodukte substituiert werden. Dies würde Japans Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen erheblich verringern.

Ehrgeizige Recycling-Vorgaben bis 2030

Mitsubishi Materials verfolgt ambitionierte Pläne: Bis zum Geschäftsjahr 2030 soll der Recycling-Anteil an den Wolfram-Produktionsstandorten auf 100 Prozent steigen. Das Projekt in Akita ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie.

Das Unternehmen erklärte, das Vorhaben werde die japanische Wolfram-Lieferkette insgesamt stabilisieren, das Ressourcen-Recycling vorantreiben und die staatlichen Bemühungen zur Sicherung kritischer Rohstofflieferungen unterstützen.

Zusätzliches Engagement in Deutschland

Erst im Juli hatte Mitsubishi Materials angekündigt, weitere 50 Millionen Euro (rund 58 Millionen US-Dollar) zu investieren, um die Wolfram-Recycling-Kapazitäten beim deutschen Tochterunternehmen H. C. Starck Tungsten auszubauen. Der Konzern setzt damit auf eine zweigleisige Strategie: Sowohl in Japan als auch in Europa werden die Recycling-Kapazitäten für diesen strategisch wichtigen Rohstoff ausgebaut.

Die Investitionen spiegeln einen weltweiten Trend wider: Industrienationen versuchen, ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferungen zu reduzieren und setzen verstärkt auf Kreislaufwirtschaft. Für Anleger in Rohstoffwerte ist dies ein klares Signal, dass kritische Mineralien wie Wolfram zunehmend in den Mittelpunkt strategischer Industriepolitik rücken.

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