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Japan sichert sich Seltene Erden: Joint Venture mit Aclara in Brasilien

Der kanadische Explorationskonzern Aclara Resources und die japanische Rohstoffbehörde JOGMEC haben ein Joint Venture zur Erkundung schwerer Seltener Erden in Brasilien gegründet. JOGMEC finanziert Explorationsarbeiten mit bis zu 4,5 Millionen US-Dollar u

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Japan sichert sich Seltene Erden: Joint Venture mit Aclara in Brasilien

Der auf Seltene Erden spezialisierte kanadische Explorationskonzern Aclara Resources hat sich mit der japanischen Organisation für Metalle und Energiesicherheit (JOGMEC) zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengeschlossen. Im Fokus steht die Suche und Erschließung neuartiger ionenadsorptionsfähiger Vorkommen schwerer Seltener Erden in Brasilien. Die Kooperation wurde am 8. September offiziell vorgestellt und verschafft Japan einen strategisch bedeutsamen Zugang zu diesen begehrten Rohstoffen.

Laut Vereinbarung übernimmt JOGMEC die Finanzierung von Explorationsaktivitäten in Höhe von bis zu drei Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren. Hinzu kommt eine Option auf weitere 1,5 Millionen US-Dollar. Sobald diese Finanzierungszusagen erfüllt sind, kann JOGMEC einen 30-prozentigen Anteil an einem der Explorationsvorhaben von Aclara in Brasilien erwerben.

Bedeutende Allianz mit Japan

Die japanische Regierungsbehörde sichert sich darüber hinaus das Recht, ihren Anteil an der künftigen Förderung sowie zusätzlich zehn Prozent abzunehmen. Für Japan, das seine Rohstoffversorgung massiv absichern möchte, ist dies ein wichtiger Schritt. JOGMEC entschloss sich nach einer gründlichen technischen Bewertung des brasilianischen Explorationsportfolios von Aclara zum Einstieg in das Joint Venture.

Das zentrale Vorhaben Carina von Aclara verbleibt zu 100 Prozent im Unternehmenseigentum und ist nicht Bestandteil des Gemeinschaftsunternehmens. Dadurch wahrt Aclara die vollständige Kontrolle über sein bedeutendstes Projekt, während es gleichzeitig von den finanziellen und technologischen Ressourcen durch JOGMEC profitiert.

Qualitätsnachweis durch unabhängige Prüfung

Aclaras Vorstandsvorsitzender Ramón Barúa bezeichnete die Kooperation als wichtigen Vertrauensbeweis. Der Entschluss von JOGMEC stelle eine „unabhängige Validierung der Qualität und des Potenzials der Vermögenswerte des Unternehmens“ dar. Zugleich schaffe die Übereinkunft „einen natürlichen Pfad für zukünftige japanische Offtake-Verträge“. Dies verdeutlicht die wachsende Relevanz von Aclara innerhalb der weltweiten Lieferkette für Seltene Erden.

Die Allianz stärkt zudem die Verbindungen von Aclara zu relevanten staatlichen, akademischen und forschungsorientierten Institutionen. Der Konzern arbeitet gezielt am Aufbau einer breit aufgestellten Lieferkette für schwere Seltene Erden, die Gewinnung, Trennung und moderne Veredelung umfasst.

Relevanz für Rohstoff-Anleger in Europa

Für Investoren, die auf Rohstoffwerte setzen, ist diese Entwicklung besonders aufschlussreich. Seltene Erden gelten als unverzichtbar für Hochtechnologieprodukte wie Elektromotoren, Windkraftanlagen und Rüstungstechnik. Europa und Deutschland sind aktuell massiv von chinesischen Importen abhängig. Die Diversifizierung der Lieferwege durch Vorhaben wie jene von Aclara in Brasilien könnte auf lange Sicht die Abhängigkeit von einzelnen Ursprungsländern mindern.

Aclara Resources ist an der Toronto Stock Exchange (TSX) gelistet und konzentriert sich auf die Entwicklung umweltschonender Methoden zur Förderung Seltener Erden. Das Unternehmen setzt dabei auf eine patentierte Technologie, die ohne schädliche Chemikalien auskommt und einen niedrigen CO2-Fußabdruck aufweist.

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