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Leichte Erholung der Ölpreise nach US-Zinssenkung

Schwache Nachfrage aus China und Nahost-Konflikt dämpfen die Kursgewinne

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Leichte Erholung der Ölpreise nach US-Zinssenkung

Die Ölpreise sind am Montag in einem schwankenden Handel leicht gestiegen, nachdem die Zinssenkung in den USA und ein Rückgang der US-Rohölvorräte nach dem Hurrikan Francine die schwache Nachfrage aus China ausgeglichen haben. Brent-Rohöl-Futures für November erhöhten sich um 16 Cent auf 74,65 USD pro Barrel, während US-Rohöl-Futures um 21 Cent auf 71,21 USD stiegen. Trotz der positiven Entwicklung durch die Zinssenkung in den USA bleibt die Nachfrage aus China schwach, was die Preissteigerungen begrenzt.

In der vergangenen Woche waren die Ölpreise durch die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen um 50 Basispunkte zu senken, sowie durch das Signal weiterer Zinssenkungen bis zum Jahresende gestützt worden. Laut Charalampos Pissouros, einem leitenden Investmentanalysten bei XM, werde die schwache Nachfrage aus China jedoch weiterhin als dämpfender Faktor wirken. Beide Öl-Benchmarks verzeichneten in der letzten Woche einen Anstieg von mehr als 4 Prozent.

Harry Tchilinguirian, Leiter der Forschungsabteilung bei der Onyx Capital Group, bemerkte, dass der Ölpreis trotz der Zinsentscheidung der Fed innerhalb einer bestimmten Bandbreite bleibe. Die Märkte würden nun auf die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes (PMI) in Europa und den USA blicken, um wirtschaftliche Hinweise zu erhalten. Sollten diese enttäuschen, könnte dies zu einem Abwärtsdruck auf die Ölpreise führen.

Die Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone ist diesen Monat unerwartet stark zurückgegangen, was auf eine Stagnation im Dienstleistungssektor und eine beschleunigte Kontraktion in der Industrie zurückzuführen ist. Auch die schwächelnde Wirtschaft Chinas begrenzt die möglichen Preissteigerungen. Giovanni Staunovo, Analyst bei UBS, erklärte, dass die anfängliche Hoffnung auf zusätzliche geldpolitische Maßnahmen in China durch die schwachen PMI-Daten aus Europa gedämpft wurde.

In der Zwischenzeit könnte der Ölmarkt von einem starken Rückgang der US-Rohölbestände profitieren, die aufgrund gestiegener Exporte gesunken sind. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten stellt jedoch ein weiteres Risiko für die Ölversorgung dar. Nach fast einem Jahr des Konflikts führte das israelische Militär die umfangreichsten Luftangriffe gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah durch, was die Sorge um eine Eskalation und Störung der regionalen Öllieferungen verstärkte. Dies könnte zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Ölpreise ausüben, wie Mazen Salhab, Marktstratege bei BDSwiss, anmerkte.

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