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Iran-USA indirekt in Gesprächen: Rohölausfuhren auf Höchststand seit Kriegsbeginn

Iran und USA sprechen indirekt über Vermittler, während die Rohölexporte aus dem Nahen Osten auf ein Kriegshoch steigen. Die kommenden Tage gelten als richtungsweisend für eine mögliche Waffenruhe.

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Iran-USA indirekt in Gesprächen: Rohölausfuhren auf Höchststand seit Kriegsbeginn

Vertreter aus dem Iran und den Vereinigten Staaten haben am Montag über Mittelsmänner kommuniziert, um eine Feuerpause voranzutreiben. Damit erhalten die Versuche, den seit sieben Monaten andauernden Konflikt zu beenden, neuen Auftrieb. Zeitgleich steigen die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten auf den höchsten Stand seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Februar.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi führte in New York Gespräche mit Unterhändlern aus Katar, nachdem er im Anschluss an die UN-Generalversammlung in der Stadt geblieben war. Er rechne bis Dienstag mit einer Reaktion aus Washington. „Wir haben über Konzepte diskutiert und darüber, wie man Wege findet, Irans Forderungen zu erfüllen“, erklärte Araghchi. Er beabsichtige, nach Teheran zurückzukehren, sobald eine Rückmeldung vorliege. „Wenn die Katarer eine Antwort erhalten, wissen sie, wie sie diese an uns weiterleiten.“

Teherans Forderungen und Trumps Ablehnung

Das iranische Angebot, das erstmals am Rande der vorangegangenen UN-Generalversammlung präsentiert wurde, sieht einen Zeitraum von vier bis fünf Tagen für die Freigabe eingefrorener iranischer Guthaben vor. Darüber hinaus verlangt Teheran die Streichung von Sanktionen gegen iranisches Öl sowie die Beendigung der Seeblockade iranischer Häfen. Die Atomverhandlungen sollen binnen einer Woche starten. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz für die Schifffahrt hat Teheran an diese Bedingungen geknüpft.

Präsident Donald Trump bezeichnete den Plan am Sonntag als „nicht akzeptabel“ und lehnte ihn ab. Gegenüber Journalisten äußerte er, der Iran wolle wegen des wirtschaftlichen Drucks, dem er ausgesetzt sei, eine rasche Einigung. Am Montag erklärte Trump im Weißen Haus, US-Vertreter hätten separat mit Vermittlern gesprochen, nannte jedoch keine Einzelheiten. Er ergänzte: „Wir werden siegen. Es wird ziemlich zügig gehen.“

Physischer Ölmarkt entspannt sich

Die diplomatische Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem physische Lieferdaten eine nachlassende Belastung des Ölmarktes durch den Krieg erkennen lassen. Die Rohölexporte aus dem Nahen Osten sind in diesem Monat auf ein Niveau geklettert, das seit Kriegsbeginn im Februar kaum erreicht wurde, wie Daten von Kpler belegen. „Die Rohölausfuhren aus dem Nahen Osten liegen bei knapp unter 80 Prozent des Vorkrisenniveaus“, hieß es in einem Vermerk des Analyseunternehmens vom Montag.

Die Straße von Hormuz selbst befindet sich noch weit von einer Normalisierung entfernt. Die Echtzeitverfolgung von Kpler wies am Samstag einen Gesamtdurchfluss von 10.591 Kilobarrel pro Tag aus, verglichen mit einem Vorkriegswert von 17.133. Die strategisch bedeutsame Wasserstraße bleibt damit deutlich unter ihrem früheren Durchsatz, auch wenn sich die Exporte insgesamt erholen.

Dieselpreise und mögliches Exportverbot

Der ungelöste Stillstand wirkt sich auch auf die US-Kraftstoffmärkte aus. Die Dieselpreise an den Tankstellen bewegen sich nahe einem Rekordhoch von 6,53 Dollar pro Gallone. Die Regierung von Präsident Trump prüft erneut ein Ausfuhrverbot, Tage nachdem sie sich von einer früheren Version dieses Vorhabens distanziert hatte.

Ein solcher Schritt würde Schätzungen von Kpler zufolge rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag im Inland belassen. Gleichzeitig bestünde die Gefahr einer Überlastung der Lagerkapazitäten an der Golfküste. Für Anleger in Rohstoffwerte sind diese Entwicklungen von Bedeutung, da sie die weltweite Ölversorgung und damit die Preise an den Energiemärkten beeinflussen. Eine Waffenruhe könnte den Druck auf die Notierungen verringern, während eine Verschärfung des Konflikts oder ein Exportverbot die Volatilität steigern dürfte.

Die nächsten Tage gelten als richtungsweisend: Teheran erwartet eine Rückmeldung aus Washington, und beide Seiten setzen auf Vermittler, um die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Ob der überarbeitete Rahmen Aussicht auf Erfolg hat, ist ungewiss – Trump hat den Vorschlag bislang klar zurückgewiesen.

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