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Goldpreisrekord bremst Schmuckkäufe in Asien

Hohe Kosten dämpfen Nachfrage in Indien und zwingen China zu Rabatten

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Die globalen Goldpreise haben in dieser Woche ein Rekordhoch von 2.942,70 US-Dollar je Unze erreicht, was erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage nach Goldschmuck in Indien und China zeigt. In Indien, dem weltweit zweitgrößten Goldverbraucher, wurden am Dienstag Inlandspreise von 86.360 Rupien pro 10 Gramm verzeichnet, ein historischer Höchststand. Der Preisanstieg in diesem Jahr beträgt bereits mehr als 10 Prozent, nachdem die Preise im Jahr 2024 um mehr als 21 Prozent gestiegen waren. Der starke Anstieg der Goldpreise hat die Nachfrage insbesondere während der Hochzeitssaison in Indien spürbar gedrückt.

In Indien gilt die Hochzeitssaison traditionell als Haupttreiber für Goldkäufe, da Goldschmuck als wesentlicher Bestandteil der Brautausstattung sowie als beliebtes Geschenk von Familien und Gästen angesehen wird. Viele Käufer zögern aufgrund der hohen Preise jedoch mit dem Erwerb. Laut dem in Coimbatore ansässigen Juwelier B. Muthuvenkatram warten zahlreiche Kunden auf sinkende Preise, um ihre Käufe zu tätigen. Der Sekretär der India Bullion and Jewellers Association, Surendra Mehta, berichtet von einem Rückgang der Schmucknachfrage um 70 bis 80 Prozent, der landesweit die Verkäufe beeinträchtige.

Um die schwache Nachfrage abzufedern, gewähren indische Händler inzwischen Preisnachlässe von 30 bis 38 US-Dollar pro Unze auf den offiziellen Inlandsmarktpreis, inklusive der Einfuhr- und Verkaufsabgaben. Trotz der Nachlässe bleibt die Nachfrage gering. Händler verweisen darauf, dass die Rabatte bei normalen Marktbedingungen über 100 US-Dollar pro Unze betragen könnten. Eine knappe Versorgungslage begrenze derzeit jedoch die Preisnachlässe auf etwa 25 US-Dollar pro Unze. Es werde erwartet, dass Verbraucher Zeit benötigten, um sich an die Rekordpreise zu gewöhnen.

Auch in China, dem weltweit größten Goldkonsumenten, sorgt der starke Preisauftrieb für Kaufzurückhaltung. Dort wurde Gold in der vergangenen Woche mit einem Abschlag von 7 bis 10 US-Dollar pro Unze auf den Spotpreis angeboten, um die gedämpfte Nachfrage anzukurbeln. Ein Händler aus China erklärt, dass vor dem chinesischen Neujahrsfest noch ein Anstieg der Nachfrage zu verzeichnen gewesen sei, der jedoch auf Feiertagskäufe zurückzuführen war. Inzwischen sei die Nachfrage aufgrund der gestiegenen Preise wieder deutlich zurückgegangen.

Indien hat im Jahr 2024 mit einem Schmuckkonsum von 563,4 Tonnen erstmals China überholt, das auf 511,4 Tonnen kam. Gemeinsam repräsentieren beide Länder mehr als die Hälfte der weltweiten Goldnachfrage. Experten wie der Analyst Edward Meir von Marex stellen fest, dass die hohen Preise die physische Nachfrage in Indien und China spürbar beeinträchtigt haben. Dennoch werde diese Entwicklung durch verstärkte Käufe von börsengehandelten Fonds sowie die anhaltende Nachfrage von Zentralbanken ausgeglichen.

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