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Goldpreise sinken unter Druck von Anleihenrenditen und Dollarstärke

Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheit prägen die volatile Edelmetalllandschaft.

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Goldpreise sinken unter Druck von Anleihenrenditen und Dollarstärke

Die Goldpreise gaben am Dienstag unter dem Druck erhöhter Renditen für US-Staatsanleihen und einer stärkeren Dollarbewegung nach. Bis zum Mittag sank der Spotpreis für Gold um 0,2% auf $2.327,90 pro Unze. Der Benchmark-Zins für zehnjährige US-Staatsanleihen, der am Vortag ein Einmonatshoch erreicht hatte und weiterhin hoch blieb, machte das renditelose Edelmetall für Anleger weniger attraktiv. Diese Dynamik entfaltete sich vor dem Hintergrund der Erwartungen an Äußerungen von Federal Reserve Chair Jerome Powell und bevorstehender Wirtschaftsdaten, die Einblicke in zukünftige Zinssatzanpassungen bieten könnten.

Analysten hoben die bevorstehende Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts später in der Woche als kritische Veranstaltung hervor, die wahrscheinlich die Marktstimmung beeinflussen wird. Rhona O'Connell, Analystin bei StoneX, wies darauf hin, dass Spekulationen über eine mögliche zweite Amtszeit von Donald Trump bereits die Marktmechanismen beeinflussen, was Auswirkungen auf den US-Dollar und die Anleiherenditen hat.

Der aktuelle Goldpreis zeigt einen Rückgang um 5% gegenüber dem Höchststand von $2.449,89 pro Unze, der am 20. Mai erreicht wurde. Dieser Anstieg wurde durch starke Nachfrage nach sicheren Häfen inmitten globaler geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sowie durch anhaltende Käufe durch Zentralbanken weltweit getrieben. Zentralbanken reduzierten ihre Käufe im Mai jedoch um 56% gegenüber dem Vormonat, obwohl sie weiterhin Interesse an Gold zeigten. Laut dem World Gold Council gehörten Polen, die Türkei und Indien zu den größten Käufern in diesem Zeitraum, während Kasachstan 11 Tonnen Gold abgestoßen hat.

Während die physische Nachfrage nach Gold in wichtigen Märkten wie Indien und der Türkei gedämpft blieb, zeigten sich erste Anzeichen einer Erholung, da Verbraucher sich gegen weiterhin hohe lokale Inflationsraten absichern wollten. Trotz dieser Schwankungen bleiben die Erwartungen bei einigen Finanzinstituten vorsichtig optimistisch. Die Saxo Bank prognostiziert beispielsweise, dass die Gold- und Silberpreise bis Ende 2024 auf $2.500 bzw. $35 pro Unze steigen könnten, getrieben von möglichen Zinssenkungen in den USA, die die Nachfrage nach physisch gedeckten Gold-ETFs anregen könnten.

In verwandten Nachrichten zu Edelmetallen stieg der Silberpreis um 0,4% auf $29,55 pro Unze, während Platin und Palladium um 1,7% bzw. 2,4% zulegten. Der Anstieg bei Platin wurde auf verbesserte Aussichten für den Verkauf von Hybridautos zurückgeführt, im Gegensatz zu dem langsameren Wachstum im Markt für palladiumfreie Elektrofahrzeuge.

GoldpreisUSD

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