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Goldpreis steigt über 5.200 Dollar – Iran-Krieg und US-Inflationsdaten im Fokus

Gemischte Signale aus dem Iran-Konflikt und bevorstehende US-Verbraucherpreisdaten treiben den Goldpreis an.

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Goldpreis steigt über 5.200 Dollar – Iran-Krieg und US-Inflationsdaten im Fokus

Der Goldpreis ist am Mittwoch im asiatischen Handel leicht gestiegen und hat dabei eine wichtige Marke überwunden. Der Spot-Goldpreis legte um 0,2 Prozent auf 5.204,29 Dollar pro Unze zu, während Gold-Futures um 0,5 Prozent auf 5.213,11 Dollar kletterten. Damit durchbrach das Edelmetall die Handelsspanne zwischen 5.000 und 5.200 Dollar, die in der vergangenen Woche dominiert hatte.

Der Ausbruch nach oben erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran, der sich nun im zwölften Tag befindet. US-Präsident Donald Trump erklärte am späten Montag, der Krieg stehe kurz vor dem Ende. Doch konkrete Anzeichen einer Entspannung blieben bis in die frühen Morgenstunden des Mittwochs aus – die Angriffe gingen weiter.

Der Goldpreis hatte zuletzt heftige Schwankungen erlebt. Ende Januar hatte das Edelmetall noch ein Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar pro Unze markiert, bevor es deutlich einbrach. Die Unsicherheit rund um den Iran-Krieg sorgt seitdem für volatile Handelstage.

Inflation und Zentralbankpolitik bremsen den Goldanstieg

Trotz der gestiegenen Nachfrage nach sicheren Häfen sind die Gewinne bei Gold begrenzt. Die Märkte befürchten, dass steigende Energiepreise infolge des Konflikts die Inflation weiter anheizen könnten. Eine höhere Inflation würde globale Zentralbanken zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen – ein Szenario, das für Gold traditionell negativ ist, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten des zinslosen Edelmetalls erhöhen.

Im Fokus stehen am Mittwochabend die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Februar. Analysten erwarten eine stabile Headline-Inflation von 2,4 Prozent im Jahresvergleich, während der Kern-CPI bei 2,5 Prozent prognostiziert wird. Die Daten werden den Anstieg der Energiepreise durch den Iran-Krieg noch nicht abbilden, geben aber wichtige Hinweise auf Konsumausgaben und den allgemeinen Zustand der US-Wirtschaft.

Die CPI-Zahlen kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt: Die jüngsten Arbeitsmarktdaten für Februar fielen deutlich schwächer als erwartet aus und schürten Sorgen über eine Abkühlung der US-Konjunktur. Anleger werden die Inflationsdaten daher genau auf Signale zur künftigen Zinspolitik der US-Notenbank Fed analysieren.

Silber und Platin zeigen wenig Bewegung

Anders als Gold entwickelten sich die übrigen Edelmetalle am Mittwoch verhalten. Spot-Silber gab um 0,1 Prozent auf 88,22 Dollar pro Unze nach. Spot-Platin hingegen legte moderat um 0,3 Prozent auf 2.208,89 Dollar pro Unze zu. Ob der Goldpreis seinen Ausbruch über die 5.200-Dollar-Marke nachhaltig verteidigen kann, dürfte maßgeblich von den US-Inflationsdaten und der weiteren Entwicklung im Iran-Konflikt abhängen.

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