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Glencore und Mercuria zeigen Interesse an Venezuelas Aluminiumwerk Venalum

Glencore und Mercuria verhandeln über die Übernahme des venezolanischen Aluminiumwerks Venalum. Ein möglicher Deal könnte die Produktion der 430.000-Tonnen-Anlage nach Jahren des Niedergangs wieder ankurbeln.

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Glencore und Mercuria zeigen Interesse an Venezuelas Aluminiumwerk Venalum

Die Rohstoffhändler Mercuria Energy Group Ltd. und Glencore Plc (LON: GLEN) zählen zu jenen Unternehmen, die eine mögliche Übernahme von Venalum prüfen – der größten Aluminiumhütte Venezuelas. Ein solcher Schritt könnte die Produktion nach jahrelangem Rückgang wiederbeleben. Dies meldet Bloomberg News unter Verweis auf eingeweihte Kreise.

Die mögliche Transaktion findet in einem Umfeld statt, in dem Venezuela um den Wiederaufbau seiner Industrie kämpft. Wirtschaftskrisen, Stromausfälle und langjährige Investitionszurückhaltung haben den Sektor massiv geschwächt. Wie eine finale Übereinkunft konkret ausgestaltet sein könnte, ist bis dato nicht bekannt.

Laut Bloomberg-Berichten haben die Gespräche mit der Regierung in Caracas unter anderem die Übernahme der Betriebsführung der Anlage sowie die Sicherung des Zugangs zu dem dort erzeugten Aluminium umfasst. Venalum liegt in Puerto Ordaz, in unmittelbarer Nähe zu Wasserkraftquellen und Bauxitvorkommen.

Bedeutung des Standorts für Rohstoffinvestoren

Die Hütte verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von rund 430.000 Metertonnen Primäraluminium. Ein Deal könnte das Werk nach Jahren von Stromengpässen, wirtschaftlichen Schwierigkeiten und fehlenden Investitionen wieder zu einem bedeutenden Produzenten machen.

Glencore hat bereits in der Vergangenheit Geschäfte mit der staatlichen Aluminiumindustrie Venezuelas abgewickelt, unter anderem durch Finanzierungen für Produzenten. Ein neues Abkommen würde das Engagement des Konzerns ausweiten – parallel dazu versuchen die USA, ihren Einfluss auf Venezuela und dessen Rohstoffvorkommen an Mineralien und Öl zu verstärken.

Mercuria arbeitet bei dem möglichen Deal eigenen Angaben zufolge mit Heeney Capital zusammen, einer privaten Bergbau-Investmentgesellschaft. Beide Unternehmen haben bereits früher gemeinsam in Venezuela agiert, um sich Zugang zu den Rohstoffen und Metallen des Landes zu sichern.

Bloomberg zufolge existiert noch keine endgültige Einigung; die Gespräche könnten jederzeit scheitern. Glencore, Mercuria, Heeney Capital und das venezolanische Informationsministerium haben sich zu den Verhandlungen bislang nicht geäußert.

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