Coeur Mining übernimmt SilverCrest Metals für 1,7 Mrd. USD
Silberpreise begünstigen Übernahme – Abschluss im ersten Quartal 2025 erwartet

Coeur Mining, ein US-amerikanisches Bergbauunternehmen, wird den kleineren Konkurrenten SilverCrest Metals für rund 1,7 Milliarden US-Dollar übernehmen. Dies gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Ziel der Übernahme ist es, das eigene Portfolio zu erweitern, da die derzeitigen Marktbedingungen für Silber günstig sind. Die Silberpreise sind in diesem Jahr um fast 35 % gestiegen, parallel zur Entwicklung des Goldpreises und aufgrund einer starken Nachfrage aus verschiedenen Branchen, darunter Solarpanel-Herstellung und Elektronik.
Im Rahmen des Deals erhalten SilverCrest-Aktionäre 1,6022 Coeur-Stammaktien für jede von ihnen gehaltene Aktie. Dieser Austausch entspricht einem Wert von 11,34 US-Dollar pro Aktie und stellt einen Aufschlag von 22 % auf den letzten Schlusskurs der US-Notierung von SilverCrest dar. Durch diesen Wertzuwachs soll die Transaktion für die Aktionäre von SilverCrest besonders attraktiv gemacht werden.
Die Übernahme soll voraussichtlich im ersten Quartal 2025 abgeschlossen werden. Nach der Fusion werden die aktuellen Coeur-Aktionäre etwa 63 % des kombinierten Unternehmens besitzen, während die verbleibenden 37 % auf die bisherigen SilverCrest-Aktionäre entfallen. Die Transaktion ist Teil von Coeurs Strategie, sich in einem Markt zu behaupten, der von steigenden Silberpreisen profitiert. Die wachsende Nachfrage nach Silber aus der Industrie und insbesondere dem Technologiesektor trägt maßgeblich zu diesem Anstieg bei.
Durch die Akquisition von SilverCrest verstärkt Coeur Mining seine Marktposition im Bereich der Silberproduktion. SilverCrest Metals hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Akteur in der Branche etabliert, und die Kombination beider Unternehmen wird voraussichtlich zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit und Effizienz führen. Die Übernahme wird Coeur ermöglichen, die Produktionskapazitäten und Ressourcen beider Firmen zu bündeln und somit die eigene Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Markt zu stärken.
Der Deal folgt dem allgemeinen Trend im Bergbausektor, bei dem größere Unternehmen zunehmend kleinere Konkurrenten aufkaufen, um von den steigenden Rohstoffpreisen zu profitieren. Die Konsolidierung im Markt ermöglicht es den beteiligten Firmen, ihre Präsenz zu erweitern und gleichzeitig von den Skaleneffekten zu profitieren, die sich aus einer größeren Produktionsmenge ergeben.
