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Bundesnetzagentur warnt vor moderaten Gaspreisanstiegen durch Iran-Krieg

Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller erwartet steigende Gaspreise – private Haushalte sind vorerst durch Preisgarantien geschützt.

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Bundesnetzagentur warnt vor moderaten Gaspreisanstiegen durch Iran-Krieg

Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren auf den Energiemärkten. Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, rechnet infolge des Konflikts mit moderaten Preissteigerungen beim Gas. „Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen", sagte Müller dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Für viele Verbraucher dürfte die unmittelbare Belastung jedoch zunächst begrenzt bleiben. Müller betonte, dass für die meisten privaten Haushalte Preisgarantien von zwölf Monaten oder länger gelten. Erst bei Anschlussverträgen könnten höhere Preise spürbar werden – allerdings, so Müller ausdrücklich, „nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine."

Gaspreise: Kein Schock wie 2022, aber Vorsicht geboten

Der Vergleich mit der Energiekrise 2022 ist dabei durchaus relevant. Damals hatten die drastisch gestiegenen Gaspreise infolge des Ukraine-Kriegs Millionen Haushalte und Unternehmen in Deutschland schwer getroffen. Die aktuelle Lage scheint weniger dramatisch, dennoch mahnte Müller zur Sparsamkeit: „Gas ist ein wertvolles Gut." Verbraucher sollten den Verbrauch bewusst im Blick behalten, um sich gegen mögliche Kostensteigerungen bei Vertragsverlängerungen zu wappnen.

Privatanleger, die in Energieunternehmen oder Gasversorger investiert sind, sollten die Entwicklungen an den Gasbörsen aufmerksam verfolgen. Steigende Beschaffungskosten können die Margen von Versorgern belasten, während Gasproduzenten und -händler von höheren Preisen profitieren könnten.

Strommarkt zeigt gegenteilige Entwicklung

Ein anderes Bild zeichnet sich hingegen beim Strom ab. Müller verwies auf sinkende Strompreise, die durch einen – auch jahreszeitlich bedingten – deutlich gestiegenen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energien getrieben werden. Der wachsende Beitrag von Wind- und Solarenergie drückt die Großhandelspreise an den Strombörsen nach unten.

Für Verbraucher und Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild auf dem deutschen Energiemarkt: Während beim Gas moderate Preissteigerungen drohen, profitiert der Stromsektor von der Energiewende und sinkenden Erzeugungskosten. Diese Divergenz zwischen Gas- und Strommarkt dürfte die Energiedebatte in Deutschland in den kommenden Monaten weiter prägen.

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