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BCA Research: Jetzt ist die Zeit für Goldkäufe

Der jüngste Ausverkauf beim Edelmetall verliert an Schwung – BCA Research sieht den Zeitpunkt für Long-Positionen gekommen.

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BCA Research: Jetzt ist die Zeit für Goldkäufe

Das Analysehaus BCA Research empfiehlt seinen Kunden den Aufbau von Long-Positionen bei Gold. Der jüngste Ausverkauf verliere an Schwung, und der taktische Gegenwind lasse nach, so die Einschätzung der Experten. Damit sendet BCA ein klares Kaufsignal für das Edelmetall.

Gold hatte im Jahr 2025 zu den Top-Performern an den Finanzmärkten gezählt, bevor es zu einem deutlichen Rücksetzer kam. Seit seinem Allzeithoch vom 29. Januar ist der Goldpreis um 26% eingebrochen – ein erheblicher Verlust, der viele Anleger und Analysten aufgeschreckt hat. BCA stellt fest, dass das Metall „während des Inflationsschocks infolge des Iran-Krieges keinen Schutz geboten" habe, was es bei Analysten schnell in Ungnade fallen ließ.

Dennoch zeigt sich BCA Research optimistisch: Der „Ausverkauf läuft allmählich aus", und das Schlimmste des Abschwungs liege wahrscheinlich hinter dem Markt. Diese Einschätzung stützt sich auf eine differenzierte Analyse der treibenden Kräfte hinter dem Goldpreis.

Realzinsen und Dollar als entscheidende Treiber

Ein zentrales Argument von BCA ist, dass nicht die Inflation, sondern die Realzinsen den Goldpreis maßgeblich bestimmen. Der Ruf des Edelmetalls als Inflationsschutz sei „überbewertet", so das Analysehaus. Diese Sichtweise ist unter Finanzexperten nicht neu, wird aber von BCA besonders klar herausgearbeitet.

Konkret sieht BCA den schlimmsten Gegenwind durch die Realzinsen als überstanden an. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen, dass sich der US-Dollar von einem Gegenwind zu einem Rückenwind für Gold wandeln sollte. Da Gold in US-Dollar notiert, wirkt ein schwächerer Dollar in der Regel preistreibend für das Edelmetall – ein Zusammenhang, den auch deutsche Anleger kennen sollten.

Drei Phasen des Goldpreisanstiegs

BCA zeichnet den bisherigen Bullenmarkt bei Gold in drei klar abgegrenzten Phasen nach. Die erste Phase war geprägt von einem sprunghaften Anstieg der Zentralbanknachfrage ab Ende 2022. In der zweiten Phase folgte eine ETF-getriebene Belebung im Jahr 2025. In der aktuellen dritten Phase haben sich laut BCA Realzinsen und der Dollar „wieder als die dominierenden Treiber behauptet".

Diese Phasenanalyse ist aufschlussreich: Sie zeigt, dass der Goldmarkt nicht von einem einzigen Faktor getrieben wird, sondern dass sich die dominierenden Kräfte im Zeitverlauf verschieben können. Für Anleger bedeutet das, dass eine differenzierte Betrachtung der Marktlage unerlässlich ist.

Zentralbanken als strukturelle Stütze

Die erhöhten Käufe der Zentralbanken weltweit spielen weiterhin eine wichtige Rolle – allerdings mit veränderter Funktion. Laut BCA bilden sie nun eher eine Preisuntergrenze, anstatt weitere Kursgewinne anzutreiben. Das ist ein wichtiger Unterschied: Die Zentralbanknachfrage schützt den Goldpreis vor einem tieferen Absturz, ist aber kein Katalysator für neue Höchststände.

Strukturell sieht BCA Gold durch zwei langfristige Faktoren gestützt: Geopolitik und die Diversifizierung der Währungsreserven. Beide Faktoren wirken sowohl direkt – über Zentralbankkäufe – als auch indirekt über einen tendenziell schwächeren US-Dollar. Für deutsche Privatanleger, die Gold als Beimischung im Portfolio halten, liefert diese Analyse eine solide Grundlage für eine langfristig orientierte Positionierung.

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