Aris Mining leitet Bürgerbeteiligung für Kupfer-Gold-Projekt Soto Norte ein
Aris Mining hat die ESIA-Vorbereitung für das Gold-Kupfer-Projekt Soto Norte in Kolumbien abgeschlossen und startet die Gemeindebeteiligung. Das 22-jährige Projekt mit 4,6 Mio. Unzen Goldreserven und Kupfer- sowie Silbernebenprodukten soll im Oktober den

Die an der TSX und an der NYSE gelistete Aris Mining Corporation hat die Ausarbeitung einer Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (ESIA) für das Gold- und Kupfervorhaben Soto Norte in Kolumbien abgeschlossen. Damit ist die Grundlage für die Beteiligung der lokalen Gemeinden und anschließend für die vollständige Einreichung des Dokuments bei den zuständigen Institutionen geschaffen. Die Versammlungen mit den Gemeinden sind für Oktober in Matanza, Suratá und California angesetzt.
Im Rahmen dieser Zusammenkünfte wird das Unternehmen die ESIA präsentieren, Rückmeldungen aus den Gemeinden aufnehmen und relevante Einwände bewerten, bevor die ESIA für die abschließende Einreichung fertiggestellt wird. Aris verfolgt damit ein Vorgehen, das in den Bergbauregionen Lateinamerikas etabliert ist: Die frühzeitige Einbindung der ansässigen Bevölkerung soll Spannungen vermeiden und die spätere Genehmigungserteilung absichern.
Konzernchef und Aufsichtsratsvorsitzender Neil Woodyer betont, Soto Norte zähle weiterhin zu den attraktivsten untertägigen Goldprojekten mit hohen Erzgehalten und langer Betriebsdauer auf dem amerikanischen Kontinent. Die Kupfernebenprodukte würden zusätzlichen strategischen Nutzen stiften. Das überarbeitete Projektdesign vereine eine verkleinerte Dimensionierung und verbesserte Wirtschaftlichkeit mit einer eigenen Aufbereitungskapazität für regionale Minenbetreiber.
Die Einzelheiten
Laut Unternehmensangaben ist Soto Norte für eine Betriebsdauer von 22 Jahren ausgelegt. Basis bilden Goldreserven von 4,6 Millionen Unzen bei einem durchschnittlichen Gehalt von sieben Gramm je Tonne. Die neu ausgerichtete Entwicklungsstrategie sieht eine Mühle mit einer Tagesleistung von 3.500 Tonnen vor, wovon 750 Tonnen täglich für die Aufbereitung von Material regionaler Bergbauunternehmen reserviert sind.
Über die gesamte Lebensdauer von Soto Norte gerechnet soll die Kupferproduktion rund 84 Millionen Pfund betragen, die Silberausbeute 18,8 Millionen Unzen. Ein zentrales Element des Vorhabens ist laut Woodyer ein neues Kooperationsmodell mit lokalen Bergbaubetrieben. Indem Aris diesen Zugang zu moderner Verarbeitungsinfrastruktur sowie zu verantwortungsvollem Tailings- und Wassermanagement verschaffe, könne Soto Norte formelle Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven fördern und zugleich die Umweltbelastungen verringern, die mit informeller Aufbereitung einhergehen.
Dieser Ansatz stützt sich nach Firmenangaben auf das verantwortungsvolle Bergbaumodell, das Aris erfolgreich mit kleinen regionalen Betrieben in den Minen Segovia und Marmato etabliert hat. In der Region hat der Konzern mehr als 3.550 Bergbauunternehmen formalisiert. Nach der technischen Freigabe des Abbauplans durch die Nationale Bergbauagentur und der nun vorbereiteten ESIA sieht sich Aris gut positioniert, Soto Norte voranzutreiben, um die umweltrechtliche Zulassung und letztlich eine Investitionsentscheidung zu erreichen.
Woodyer erläutert, dass in den vergangenen Monaten der vorherigen Regierung verschiedene Maßnahmen ergriffen wurden, die neue Bergbaugenehmigungen und Umweltfreigaben in für Soto Norte relevanten Gebieten einschränkten und Ungewissheit über den regulatorischen Pfad des Projekts erzeugten. Seit dem Regierungswechsel wurde das permanente Schutzgebiet La Baja aufgehoben. Das Auslaufen des temporären Schutzgebiets wurde auf das ursprüngliche Datum zurückdatiert, was laut Woodyer gut mit dem erwarteten Projektfahrplan harmoniert. Das Abgrenzungsverfahren für das Santurbán-Páramo werde entsprechend den geltenden verfassungsrechtlichen, gesetzlichen, technischen, umweltbezogenen und partizipativen Vorgaben fortgeführt.
Hintergrund: Bisherige Entwicklungen
Bereits am 16.09.2026 berichtete aktien.news über die Soma Gold Corp., die am Cordero-Mine-Standort in Antioquia in Kolumbien eine neue hochgradige Gangstruktur im oberen Bereich der Atenas-Zone entdeckte. Dort wurden sechzehn Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 1.838 Metern niedergebracht. Der Beitrag verdeutlicht, wie dynamisch die Explorationsaktivitäten im kolumbianischen Bergbausektor derzeit sind – in jenem Land, in dem auch Soto Norte liegt.
Am 17.09.2026 folgte bei aktien.news ein Beitrag über Outcrop Silver & Gold, das für sein Vorhaben Santa Ana in Kolumbien eine deutlich verbesserte Ressourcenschätzung präsentierte. Die neue Bewertung wies mehr als doppelt so viele silberhaltige Ressourcen in der Inferred-Kategorie gegenüber der Schätzung aus dem Jahr 2023 aus und in der höherwertigen Indicated-Kategorie einen Zuwachs von nahezu einem Viertel.
Über den kolumbianischen Kontext hinaus berichtete aktien.news am 22.07.2026 über Eldorado Gold, wo im griechischen Kupfer-Gold-Projekt Skouries das erste Erz den Brecherkreislauf der Aufbereitungsanlage durchlief. Am 09.06.2026 berichtete aktien.news zudem über ein Gerichtsurteil zum KSM-Projekt von Seabridge Gold in British Columbia: Der Oberste Gerichtshof der Provinz bestätigte die Feststellung der Umweltprüfungsbehörde, dass das Projekt zum 24. Juli 2024 als wesentlich begonnen galt, stellte jedoch einen Verfahrensfehler fest.
Was das für Anleger bedeutet
Aris Mining ist an der TSX und an der NYSE notiert, sodass deutsche Privatanleger die Aktie über die US-Notierung grundsätzlich erwerben können. Das Unternehmen befindet sich in der Phase zwischen technischer Genehmigung und Umweltzulassung – ein Stadium, in dem sich Fortschritte und Verzögerungen unmittelbar auf die Bewertung auswirken können.
Erfreulich sind die im Quelltext genannten Kennzahlen: eine lange Projektlaufzeit, hohe Erzgehalte und zwei Nebenprodukte, die zusätzliche Ertragsquellen erschließen sollen. Die Kupfer- und Silberförderung über die Lebensdauer des Projekts verringert die Abhängigkeit vom Goldpreis.
Das zentrale Risiko bleibt der regulatorische Rahmen in Kolumbien. Woodyer beschreibt ausdrücklich Unsicherheit über den Genehmigungsweg, die durch Maßnahmen der vorherigen Verwaltung entstanden sei. Zwar wurden einzelne Schutzgebietsregelungen seit dem Regierungswechsel angepasst, doch läuft das Delimitierungsverfahren für das Santurbán-Páramo noch. Anleger s
