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Arbeitskampf in Montana: Sibanye-Stillwater-Mine von Streik lahmgelegt

Der Streik der United Steelworkers in der Stillwater-Mine und im metallurgischen Komplex Columbus in Montana legt das US-Geschäft von Sibanye-Stillwater lahm. Rohstoff-Anleger sollten die Entwicklung beobachten, da Platin und Palladium für die Automobilin

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Arbeitskampf in Montana: Sibanye-Stillwater-Mine von Streik lahmgelegt

Ein neuer Arbeitskonflikt legt einen wichtigen US-Standort des südafrikanischen Bergbaukonzerns Sibanye-Stillwater lahm. Betroffen sind die Mine Stillwater East sowie der metallurgische Komplex Columbus im Bundesstaat Montana. Ursache sind gescheiterte Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag, die sich über mehr als vier Monate hinzogen, ohne dass eine Einigung erzielt werden konnte.

Die Gewerkschaft United Steelworkers (USW) hat die offizielle Streikkündigung für die Beschäftigten ausgesprochen. Das an der Johannesburger Börse (JSE: SSW) und der New Yorker Börse (NYSE: SBSW) gelistete Unternehmen muss damit einen erheblichen Produktionsausfall in seinen US-Kernanlagen hinnehmen.

Worum es bei dem Arbeitskampf geht

Die Stillwater-Mine in Montana zählt zu den größten Platin- und Palladiumvorkommen außerhalb Südafrikas. Der metallurgische Komplex in Columbus übernimmt die Weiterverarbeitung des geförderten Erzes. Dass die Gespräche über einen neuen Kollektivvertrag nach rund vier Monaten ergebnislos blieben, verdeutlicht die tiefen Gräben zwischen Konzernführung und Belegschaft.

Für Sibanye-Stillwater kommt die Arbeitsniederlegung zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern mit sinkenden Edelmetallpreisen sowie gestiegenen Förderkosten zu kämpfen. Die USW wiederum dürfte angesichts der hohen Teuerungsrate in den USA auf deutliche Gehaltssteigerungen drängen.

Relevanz für Rohstoff-Anleger

Obwohl Sibanye-Stillwater vornehmlich in Südafrika und den USA tätig ist, hat der Konflikt mittelbare Folgen auch für den deutschen Markt. Platin und Palladium sind unverzichtbare Rohstoffe für die Automobilindustrie, speziell für Katalysatoren in Verbrennungsmotoren. Falls der Streik länger andauert, könnten Versorgungsengpässe die ohnehin angespannten Lieferketten zusätzlich belasten.

Rohstoff-Anleger, die über Fonds oder ETFs in Bergbauwerte investiert sind, sollten die Geschehnisse in Montana genau verfolgen. Die Sibanye-Stillwater-Aktie wird an der NYSE gehandelt und könnte bei einer Verschärfung des Arbeitskampfes unter Druck geraten.

Wie es weitergeht

Ein genauer Zeitplan oder eine Prognose zur Streikdauer liegen derzeit nicht vor. Die USW hat angekündigt, ihre Mitglieder während des Arbeitskampfes zu unterstützen. Sibanye-Stillwater wird seinerseits bemüht sein, die Produktionsausfälle so gering wie möglich zu halten. Eine rasche Rückkehr an den Verhandlungstisch erscheint nach fast vier Monaten erfolgloser Gespräche jedoch unwahrscheinlich.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob beide Seiten zu einer Übereinkunft gelangen oder ob der Konflikt zu einer längerfristigen Auseinandersetzung eskaliert. Für den Edelmetallsektor bleibt die Lage in Montana damit ein gewichtiger Unsicherheitsfaktor.

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