ANZEIGE

Tharisa schließt Fünfjahresvertrag für Untertagebau mit Cementation Africa

Der Bergbaukonzern Tharisa besiegelt die Erschließung tieferer Erzkörper seiner Chrom- und Platinmine nahe Rustenburg.

•• 2 Min
Tharisa schließt Fünfjahresvertrag für Untertagebau mit Cementation Africa

Das in Johannesburg und London börsennotierte Bergbauunternehmen Tharisa hat einen Fünfjahresvertrag mit dem Untertagebau-Spezialisten Cementation Africa unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst die Erschließungs- und Bauarbeiten für den Untertagebau in der Tharisa-Chrom- und Platingruppenmetall-Mine nahe Rustenburg in der südafrikanischen Provinz Nordwest. Der Vertrag markiert einen bedeutenden Meilenstein im strategischen Übergang des Unternehmens vom Tagebau zum Untertagebau.

Die Vertragsstruktur unterscheidet sich bewusst von klassischen Bergbauverträgen. Statt eines traditionellen, ratenbasierten Risikotransfermodells setzt die Vereinbarung auf ein sogenanntes Allianz-Vertragsmodell. Dieses basiert auf einem Open-Book-Verfahren, einer Cost-Plus-Fee-Basis – also Kostenerstattung zuzüglich einer Gebühr – sowie gemeinsamen Grundsätzen, die die Interessen beider Parteien aufeinander abstimmen.

Erste Sprengung bereits erfolgreich abgeschlossen

Bereits am 31. März vollzog Tharisa einen wichtigen operativen Schritt: Die erste Sprengung in der Mine wurde erfolgreich durchgeführt und markierte damit den offiziellen Beginn der Erschließung des ersten Stollenzugangs. Dieser Meilenstein unterstreicht, dass der Übergang zum Untertagebau nicht nur auf dem Papier, sondern bereits in der Praxis begonnen hat.

Tharisa erwartet von der Vereinbarung eine Reihe konkreter betrieblicher Vorteile. Dazu zählen eine gesteigerte betriebliche Effizienz, ein verbesserter Zugang zu tiefer gelegenen Erzkörpern sowie eine verlängerte Lebensdauer der Mine insgesamt. Das Unternehmen betonte dabei die umfassende technische Expertise von Cementation Africa und deren nachgewiesene Erfolge bei der Bereitstellung sicherer und innovativer Lösungen im Untertagebau.

Stimmen aus dem Management

Tharisa-CEO Phoevos Pouroulis kommentierte die Vereinbarung mit klaren Worten: „Diese Vereinbarung stellt einen wichtigen Schritt dar, um das volle Potenzial unserer Ressourcenbasis auszuschöpfen. Die bewährten Fähigkeiten und der sicherheitsorientierte Ansatz von Cementation Africa machen sie zu einem idealen Partner beim Ausbau unserer Untertage-Aktivitäten."

Auch von Seiten des Partners gab es eine Stellungnahme. Japie du Plessis, Geschäftsführer von Cementation Africa, erklärte, dass sein Unternehmen das Vertrauen schätze, das Tharisa in seine Fähigkeiten zur sicheren Durchführung des Untertagebaubetriebs gesetzt habe. Die Partnerschaft verbindet damit zwei Unternehmen, die einen gemeinsamen Fokus auf Sicherheit und Effizienz legen.

Tagebau läuft parallel weiter

Wichtig für Anleger und Beobachter: Der bestehende Tagebaubetrieb in der Tharisa-Mine wird in Eigenregie fortgesetzt, während die Erschließung des Untertagebaus voranschreitet. Beide Betriebsformen laufen damit zunächst parallel. Das Unternehmen sieht im Untertagebau das Potenzial, den Erzkörper über Generationen hinweg zu erschließen – ein Versprechen, das die langfristige strategische Bedeutung dieses Vertrags unterstreicht.

Tharisa ist an den Börsen in Johannesburg und London notiert und zählt zu den bedeutenden Produzenten von Chrom und Platingruppenmetallen in Südafrika. Die Tharisa-Mine liegt in der Provinz Nordwest, einer der wichtigsten Bergbauregionen des Landes, die für ihre reichen Vorkommen an Platinmetallen bekannt ist.

TharisaCementation AfricaUntertagebauPlatingruppenmetalleChromRustenburgBergbau SüdafrikaAllianz-Vertragsmodell

Meistgelesene News

  1. Singapur senkt Haushaltsstrompreis um 10,4 Prozent – Erdgaspreise geben nach
  2. Andrada Mining steigert Zinnausbeute im ersten Halbjahr um 13 Prozent
  3. Abenójar Tungsten erwägt IPO in London für Wolfram-Projekt El Moto
  4. Agrarrohstoffe auf Höhenflug: Lebensmittelinflation droht mit Verzögerung
  5. Iran-Konflikt treibt Ölpreis: Teherans Drohungen heizen Rohstoffmärkte an

Disclaimer