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Simbabwe genehmigt Sinomine weitere 300.000 Tonnen Lithium-Exporte

Simbabwe hat Sinomine ein zusätzliches Exportkontingent von 300.000 Tonnen Lithiumkonzentrat bewilligt, während das Land ab 2027 die Ausfuhr von Rohkonzentrat vollständig verbieten will, um die heimische Verarbeitung zu forcieren.

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Simbabwe genehmigt Sinomine weitere 300.000 Tonnen Lithium-Exporte

Der chinesische Rohstoffkonzern Sinomine Resource Group hat von der Regierung in Harare ein weiteres Ausfuhrkontingent für Lithiumkonzentrat in Höhe von 300.000 Tonnen bewilligt bekommen. Das Unternehmen fördert das Batteriemetall in der Mine Bikita in Simbabwe, dem größten Lithiumproduzenten des afrikanischen Kontinents. Die zusätzliche Genehmigung erging im Juli, nachdem bereits im April ein erstes Exportvolumen von 200.000 Tonnen freigegeben worden war.

Die Einführung von Exportquoten für Lithiumkonzentrat hatte Simbabwe im April beschlossen. Zuvor waren die Transporte im Februar aufgrund von Unregelmäßigkeiten und Verlusten vorläufig gestoppt worden. Die Behörden in Harare fordern Bergbauunternehmen zunehmend auf, das für die Batterieproduktion essentielle Metall vermehrt im Inland zu verarbeiten, um die ökonomischen Erträge der Rohstoffindustrie zu steigern.

Hintergrund: Simbabwe forciert heimische Veredelung

Ab Januar 2027 tritt ein vollständiges Verbot der Ausfuhr von Lithiumkonzentraten aus Simbabwe in Kraft. Mit dieser Maßnahme verfolgt das Land das Ziel, die Wertschöpfungskette im eigenen Staatsgebiet zu konzentrieren. Sinomine teilte in einem halbjährlichen Geschäftsbericht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, mit, dass sich die Belieferung mit Lithiumkonzentrat aus Bikita nach den Aussetzern zwischen Februar und April wieder stabilisiert habe. Die Lieferungen deckten den Rohstoffbedarf der Schmelzanlagen des Unternehmens in China vollständig.

In Bikita unterhält Sinomine zwei Produktionsstätten mit einer Gesamtkapazität von 600.000 Tonnen Spodumenkonzentrat – dem wichtigsten Einsatzmaterial für zahlreiche Lithiumanlagen – sowie Petalitkonzentrat, einem weiteren lithiumhaltigen Mineral. Durch eine kürzlich abgeschlossene technische Modernisierung werde die jährliche Förderkapazität für Spodumenkonzentrat in Bikita auf 400.000 Tonnen ansteigen, so der Konzern.

Chinesische Konzerne beherrschen Simbabwes Lithiumbranche

Darüber hinaus errichtet Sinomine in Bikita eine Fabrik zur Herstellung von 100.000 Tonnen Lithiumsulfat pro Jahr. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 geplant. Bei Lithiumsulfat handelt es sich um ein Zwischenprodukt, das zu batteriekompatiblen Stoffen wie Lithiumhydroxid oder Lithiumcarbonat weiterverarbeitet werden kann – beides unverzichtbare Bestandteile der Batteriefertigung.

Ein weiteres chinesisches Unternehmen, Zhejiang Huayou Cobalt, betreibt gegenwärtig die einzige Lithiumsulfatanlage Simbabwes. Von dort aus fanden im April die ersten Exporte von Lithiumsalzen statt, die je von Afrika aus erfolgten. Auch Sichuan Yahua baut eine Lithiumsulfatanlage in seiner Mine Kamativi im Westen Simbabwes auf.

Chinesische Firmen dominieren den simbabwischen Lithiumsektor, nachdem sie seit 2021 rund zwei Milliarden US-Dollar in Förder- und Verarbeitungsanlagen investiert haben. Dies stärkt die Position des asiatischen Landes in der globalen Versorgungskette für Batteriemetalle und unterstreicht die strategische Relevanz Simbabwes für die Elektromobilität und die Energiewende.

Für Anleger aus Deutschland ist diese Entwicklung von Bedeutung, da die Nachfrage nach Lithium als Schlüsselrohstoff für Akkus weiter zunimmt. Die wachsende Kontrolle Chinas über die Lieferketten könnte sich langfristig auf die Preisfindung und die Verfügbarkeit des Rohmetalls auswirken.

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