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Regis Resources stellt McPhillamys-Reserven trotz Kulturerbe-Streit wieder her

Der australische Goldproduzent Regis Resources hat die Reserven des McPhillamys-Projekts nach langer rechtlicher Unsicherheit erfolgreich wiederhergestellt.

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Regis Resources stellt McPhillamys-Reserven trotz Kulturerbe-Streit wieder her

Der an der australischen Börse ASX notierte Goldproduzent Regis Resources hat einen wichtigen Schritt zur Rettung seines McPhillamys-Goldprojekts im australischen Bundesstaat New South Wales unternommen. Das Unternehmen hat die Reserven des Projekts offiziell wiederhergestellt – ein Schritt, der nach einer längeren Phase rechtlicher Unsicherheit als bedeutender Meilenstein gilt.

Hintergrund der Entwicklung ist eine sogenannte Section-10-Erklärung der australischen Bundesregierung vom August 2024. Diese Kulturerbe-Erklärung betrifft ein bestimmtes Areal des McPhillamys-Projekts und hatte erhebliche Auswirkungen auf die Projektplanung – insbesondere auf die geplante Absetzanlage. Seitdem befand sich das Vorhaben in einer Phase rechtlicher Ungewissheit, die nun durch die Wiederherstellung der Reserven zumindest teilweise überwunden werden soll.

Beeindruckende Reservenzahlen trotz Rückschlag

Die wiederhergestellten Reserven des McPhillamys-Projekts umfassen 56 Millionen Tonnen Erz mit einem Goldgehalt von 1,1 Gramm pro Tonne. Dies entspricht einer Gesamtmenge von 1,89 Millionen Unzen Gold – ein erhebliches Potenzial, das das Projekt trotz der rechtlichen Herausforderungen wirtschaftlich attraktiv hält.

MD und CEO Jim Beyer bezeichnete die Wiederherstellung der Reserven als bedeutenden Meilenstein für Regis Resources. Er räumte dabei offen ein, dass die Section-10-Erklärung für das Unternehmen „enttäuschend" gewesen sei. Die Tatsache, dass das Unternehmen nun eine tragfähige Alternative für die Erschließung des Projekts gefunden hat, zeigt die Entschlossenheit des Managements, das McPhillamys-Projekt voranzutreiben – unabhängig vom Ausgang des laufenden Gerichtsverfahrens.

Gerichtliches Verfahren bleibt entscheidend

Für deutsche Anleger ist der Kontext wichtig: In Australien können Bundesbehörden im Rahmen des Aboriginal and Torres Strait Islander Heritage Protection Act bestimmte Areale unter Schutz stellen, wenn dort bedeutende Stätten des indigenen Kulturerbes vermutet werden. Eine solche Section-10-Erklärung kann Bergbauprojekte erheblich einschränken oder sogar blockieren. Regis Resources hat offenbar eine alternative Erschließungsstrategie entwickelt, die auch dann greift, sollte das Gericht die Kulturerbe-Erklärung bestätigen.

Die Wiederherstellung der Reserven signalisiert, dass Regis Resources das McPhillamys-Projekt nicht aufgegeben hat und aktiv an Lösungen arbeitet. Für Investoren ist dies ein positives Signal: Das Unternehmen zeigt Handlungsfähigkeit in einem schwierigen regulatorischen Umfeld und hält an einem Projekt mit fast zwei Millionen Unzen Gold in der Reserve fest.

Wie das Gerichtsverfahren zur Section-10-Erklärung ausgeht, bleibt abzuwarten. Der Ausgang wird maßgeblich bestimmen, welche Erschließungsvariante letztlich zum Einsatz kommt. Regis Resources scheint jedoch für beide Szenarien gerüstet zu sein.

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