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NOAA genehmigt The Metals Company zweite Tiefsee-Bergbau-Explorationslizenz

Die US-Behörde NOAA zertifiziert TMCs zweiten Lizenzantrag für ein 122.000 Quadratkilometer großes Meeresbodengebiet mit Milliardentonnen Rohstoffen.

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NOAA genehmigt The Metals Company zweite Tiefsee-Bergbau-Explorationslizenz

Die US-amerikanische Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) hat offiziell den zweiten Antrag von The Metals Company (NASDAQ: TMC) auf eine Tiefsee-Explorationslizenz zertifiziert. Die Zertifizierung des Antragsgebiets „USA B" ebnet den Weg für die Erstellung einer standortspezifischen Umweltverträglichkeitsprüfung (Environmental Impact Statement, EIS) und markiert einen weiteren Meilenstein in der Strategie des Unternehmens, Abbaurechte am Meeresboden nach US-amerikanischem Recht zu sichern.

Das Gebiet „USA B" erstreckt sich über rund 122.000 Quadratkilometer internationalen Meeresbodens. Laut einer ersten Einschätzung des Unternehmens vom August 2025 enthält das Areal schätzungsweise 1,02 Milliarden Tonnen polymetallischer Knollen mit hohen Gehalten an Nickel, Kobalt, Kupfer, Mangan und Seltenen Erden – Rohstoffe, die für die Batterieherstellung, Verteidigung und Infrastruktur von strategischer Bedeutung sind.

Zweiter Erfolg nach erstem Lizenzantrag „USA A"

Die aktuelle Entscheidung folgt auf die NOAA-Feststellung vom 28. April 2026, dass der konsolidierte Antrag für das separate Gebiet „USA A" vollständig dem Deep Seabed Hard Mineral Resources Act (DSHMRA) von 1980 entspricht. TMC hatte seinen Genehmigungsschwerpunkt Anfang 2025 bewusst auf den US-gesetzlichen Rahmen verlagert – und damit die festgefahrenen Verhandlungen bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) umgangen, die ihr globales Regelwerk für den Tiefseebergbau bis heute nicht finalisiert hat.

CEO und Chairman Gerard Barron kommentierte die Entscheidung in einer offiziellen Mitteilung: „Die heutige Zertifizierung unseres Antrags auf eine Explorationslizenz für USA B markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein im transparenten, regelbasierten Prozess der NOAA, und wir freuen uns auf die Erarbeitung und Veröffentlichung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Exploration ist ein entscheidender Schritt, um das transformative Potenzial der unerschlossenen Knollenressourcen für die Vereinigten Staaten freizusetzen."

Rechtlicher Rahmen aus der Zeit des Kalten Krieges

Der DSHMRA-Rahmen, auf den sich TMC stützt, stammt aus dem Jahr 1980 und ist ein Relikt des Kalten Krieges. Unter diesem Gesetz beansprucht die US-Regierung das Recht, ihren Bürgern Lizenzen für Tiefseebergbauaktivitäten in internationalen Gewässern zu erteilen – als Teil der Freiheit der Hohen See. Für TMC bietet dieser Weg eine Alternative zum stockenden ISA-Prozess und ermöglicht es dem Unternehmen, westliche Lieferketten für kritische Mineralien zu sichern.

Als nächsten Schritt wird die NOAA eine Absichtserklärung zur Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (Notice of Intent to Prepare an EIS) veröffentlichen. Darauf folgt eine öffentliche Kommentierungsfrist sowohl für den Entwurf der Umweltprüfung als auch für die vorgeschlagenen Bedingungen und Beschränkungen (Terms, Conditions, and Restrictions, TCRs). Eine endgültige Entscheidung über die Erteilung der Explorationslizenz für „USA B" wird erst nach Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung getroffen.

Umweltbedenken bleiben ein zentrales Thema

Das Vorantreiben von Tiefseebergbauprojekten stößt weiterhin auf erheblichen Widerstand von Umweltorganisationen. Kritiker argumentieren, dass der Einsatz industrieller Abbaumaschinen auf dem Meeresboden zu einem irreversiblen Verlust der biologischen Vielfalt führen und benthische Ökosysteme dauerhaft stören könnte.

Als Reaktion auf diese ökologischen Bedenken betont TMC seine laufenden wissenschaftlichen Bemühungen. Im vergangenen Monat übermittelte das Unternehmen biologische und geochemische Proben aus einem Jahrzehnt – gesammelt zwischen 2013 und 2022 in der östlichen Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) – an DeepData, ein von der ISA verwaltetes Open-Access-Repository. Es wird erwartet, dass die Explorationsaktivitäten im Gebiet „USA B" weitere technische und ökologische Daten liefern werden, während der Regulierungsprozess auf eine endgültige Lizenzentscheidung zusteuert.

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