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Ex-Gold-Fields-Chef Griffith wirbt Milliarden-Kapital für Afrika-Rohstoffe ein

Der frühere Gold-Fields-CEO Chris Griffith steigt bei einer Private-Equity-Gesellschaft ein, die eine Milliarde US-Dollar für kritische Rohstoffe in Afrika einsammeln will. Für Rohstoff-Anleger signalisiert dies wachsendes Interesse an einem bislang von G

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Ex-Gold-Fields-Chef Griffith wirbt Milliarden-Kapital für Afrika-Rohstoffe ein

Der frühere Gold-Fields-CEO Chris Griffith ist bei einer Private-Equity-Gesellschaft eingestiegen, die eine Milliarde US-Dollar für Investments in strategische Rohstoffe auf dem afrikanischen Kontinent einwerben möchte. Wie das Fachportal Mining.com berichtet, hatte Griffith den Goldkonzern vor rund vier Jahren verlassen, nachdem sein Übernahmeversuch des Konkurrenten Yamana Gold gescheitert war.

Im Rahmen des Online-Formats "Investec Minds" erklärte Griffith, er habe seine Pläne für den Ruhestand auf Eis gelegt, nachdem ihn Private-Equity-Investoren kontaktiert hätten. Deren Ziel sei es gewesen, das zunehmende Interesse am afrikanischen Markt für kritische Rohstoffe zu nutzen.

"Ein Private-Equity-Team, das sich gerade erst formiert, hat mich angesprochen. Heute bin ich Teil dieses Teams und visiere die Einwerbung einer Milliarde US-Dollar für kritische Mineralien in Afrika an", so Griffith. Allerdings stecke die Kapitalbeschaffung noch in einer frühen Phase.

Zur Seite stehen ihm zwei bekannte Persönlichkeiten: Colin Coleman, ehemaliger Banker bei Goldman Sachs, sowie Sam Jonah, früherer Vorsitzender von Ashanti Goldfields. "Wir haben dieses Team zusammengestellt, und ich bin derzeit stark damit beschäftigt, diese Private-Equity-Aktivitäten aufzubauen", sagte Griffith.

Yamana-Rückschlag

Im Dezember 2022 legte Griffith seinen Posten als Gold-Fields-CEO nieder, nachdem sein rein aktienbasiertes Übernahmeangebot über 6,7 Milliarden US-Dollar für Yamana Gold gescheitert war. Die Transaktion hätte Gold Fields in die Spitzengruppe der globalen Goldproduzenten befördern sollen. Den Vorzug erhielt jedoch ein Konkurrenzangebot von Agnico Eagle Mines (TSX, NYSE: AEM) und Pan American Silver (TSX, NYSE: PAAS).

Im Nachhinein betonte Griffith den damaligen fundamentalen Wert der Assets. Gold habe zu jener Zeit bei rund 1.700 US-Dollar pro Feinunze notiert, während es heute bei etwa 4.300 US-Dollar liegt. Die Gold-Fields-Aktien wurden in New York zu circa 8,85 US-Dollar gehandelt, verglichen mit ungefähr 41,25 US-Dollar aktuell.

"Wir erkannten, dass der fundamentale Wert dieser Assets in Verbindung mit Gold Fields deutlich höher lag als der Preis, den wir inklusive Aufschlag geboten hatten", erläuterte Griffith. Der erfahrene Bergbaumanager räumte jedoch ein, dass das Angebot zu früh in seiner Amtszeit bei Gold Fields kam und der Umfang der geplanten Transaktion die Aktionäre verunsicherte.

Zwei große Übernahmen seither

Gold Fields hat seit Griffiths Abgang zwei bedeutende Zukäufe realisiert:

  • 2024 vereinbarte der Konzern den Erwerb von Osisko Mining für 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit sicherte sich Gold Fields die volle Kontrolle über das Windfall-Goldprojekt in Quebec.
  • 2025 einigte sich das Unternehmen auf die Übernahme von Gold Road Resources, die zunächst mit rund 2,4 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. Der Deal brachte Gold Fields das alleinige Eigentum an der Gruyere-Goldmine im westaustralischen Bundesstaat.

Neues Kapitel

Mit seinem aktuellen Vorhaben verlagert Griffith den Schwerpunkt von der Leitung börsennotierter Minenkonzerne hin zur Akquise von Privatkapital für kritische Rohstoffe in Afrika. Dabei arbeitet er mit zwei der bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Bergbau- und Finanzsektor des Kontinents zusammen.

Zuvor hatte Griffith zwei Jahre lang die Basismetallsparte von Vedanta geführt. Von dieser Position trat er im Juli 2025 zurück. Für Anleger in Rohstoffwerte ist diese Entwicklung ein Indiz dafür, dass das Interesse an afrikanischen Rohstoffprojekten weiter zunimmt – ein Marktsegment, das bislang vor allem von Großkonzernen und Staatsfonds dominiert wurde.

Die angestrebte Milliarde US-Dollar ist bislang lediglich eine Zielvorgabe. Ob und wann das Kapital tatsächlich eingeworben wird, lässt Griffith offen. Somit bleibt das Projekt vorerst ein Aufbauszenario, dessen Erfolg maßgeblich von der Bereitschaft institutioneller Investoren abhängt, in afrikanische Mineralienprojekte zu investieren.

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