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BMO stuft First Solar hoch: Neues Kursziel von 263 Dollar

BMO Capital hat die First-Solar-Aktie von „Market Perform“ auf „Outperform“ hochgestuft und ein neues Kursziel von 263 US-Dollar gesetzt. Analyst Ameet Thakkar begründet die Aufwertung mit einem überzogenen Kursrückgang nach Zollankündigungen und sieht da

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BMO stuft First Solar hoch: Neues Kursziel von 263 Dollar

Die Anteilsscheine von First Solar Inc. (NASDAQ:FSLR) verzeichneten am Donnerstag im vorbörslichen Handel einen Anstieg um 3,9 Prozent. Auslöser ist eine Heraufstufung durch die US-Investmentbank BMO Capital, die das Votum von „Market Perform“ auf „Outperform“ anhob. Zudem gaben die Analysten ein neues Preisziel in Höhe von 263 US-Dollar bekannt.

Der zuständige BMO-Capital-Analyst Ameet Thakkar begründet die zuversichtlichere Haltung mit einem übertriebenen Kursverlust. Die Papiere des Solarmodulherstellers waren zuvor etwa 16 Prozent gefallen, nachdem frische Zollankündigungen gemäß Abschnitt 232 publik wurden. Laut Thakkar sei dieser Kursrückgang deutlich überzogen gewesen.

Zölle beflügeln Modulpreise

Die neuen Importabgaben sowie das Programm „Manufacturing in Partnership“ dürften die durchschnittlichen Verkaufspreise für Solarmodule in den USA auf Niveaus zwischen 0,43 und 0,44 US-Dollar pro Watt treiben. Dies verschaffe First Solar einen zeitlichen Spielraum von mehreren Quartalen, um Aufträge für das Jahr 2029 und die Folgejahre zu vorteilhafteren Konditionen zu verbuchen.

Allerdings wies der Analyst auch auf fortbestehende Belastungsfaktoren hin. Die Margenprobleme des Konzerns würden sich bis ins Jahr 2027 erstrecken. Thakkars Analyse deutet überdies darauf hin, dass der erforderliche durchschnittliche Verkaufspreis bei Tesla auf oder oberhalb der konservativen Unternehmensschätzung von 0,38 US-Dollar liegt. Dies bezeichnete der Experte als Risiko im zweiten Jahrzehnt, speziell mit Blick auf die Tochtergesellschaft Crystal Sun.

Günstigster Wert im Vergleichsuniversum

Ein wesentliches Argument für die Höherstufung ist die Bewertung von First Solar. Der Analyst betonte, dass der Konzern mit einem geschätzten Enterprise-Value-to-EBITDA-Verhältnis von rund 8,6 für das Jahr 2029 gehandelt wird. Diese Kalkulation erfolgt ohne Einbeziehung von Produktionssteuergutschriften. Im Vergleichsuniversum von BMO gilt First Solar damit als der preiswerteste Solarmodulhersteller.

First Solar produziert Dünnschicht-Photovoltaik-Solarmodule und agiert in einem sich verändernden Zollumfeld, das die gesamte US-Solarindustrie betrifft. Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der US-Handelspolitik haben erhebliche Konsequenzen für die Wettbewerbsverhältnisse in der Branche.

Perspektive für Investoren

Für deutsche Kapitalanleger stellt First Solar ein interessantes Investment im Segment der erneuerbaren Energien dar. Der Konzern profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Solarenergie in den USA und der zunehmenden Bedeutung heimischer Fertigung. Die aktuellen Zollmaßnahmen könnten heimischen Produzenten wie First Solar einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Importen aus dem Ausland verschaffen.

Die Aktie bleibt jedoch schwankungsanfällig, da die weitere Zollpolitik und die Margenentwicklung in den kommenden Jahren entscheidende Einflussgrößen sein werden. Das neue Kursziel von 263 US-Dollar liegt deutlich über dem aktuellen Kursniveau und signalisiert Potenzial für langfristig orientierte Anleger.

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