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Amplitude Energy gibt grünes Licht für Gasprojekt an Australiens Ostküste

Amplitude Energy hat die finale Investitionsentscheidung für das East Coast Supply Project im Otway Basin getroffen. Das auf Gasexploration spezialisierte Unternehmen investiert bis zu 210 Millionen Australische Dollar in die Erschließung, die ab 2028 bis

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Amplitude Energy gibt grünes Licht für Gasprojekt an Australiens Ostküste

Der australische Erdgasproduzent Amplitude Energy hat am Mittwoch die finale Investitionsentscheidung (FID) für die Erschließungsphase des East Coast Supply Project verkündet. Beschlossen wurde der Bau von Förderanlagen. Das in Adelaide beheimatete Unternehmen kalkuliert für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 mit Kosten zwischen A$190 Millionen und A$210 Millionen – umgerechnet etwa 132,8 bis 146,7 Millionen US-Dollar – für seinen Eigenanteil an der Vorhabensrealisierung.

Die Finanzierung dieser Aufwendungen soll aus vorhandenen Barreserven sowie den operativen Cashflows bestritten werden. Somit ist Amplitude Energy nicht auf zusätzliche Fremdmittel angewiesen, ein angesichts des aktuellen Marktumfelds beachtenswerter Aspekt. Das Unternehmen führt das Projekt über ein paritätisches Joint Venture mit O. G Energy, bei dem Amplitude die operative Leitung innehat.

Projekt zur Sicherung der Ostküstenversorgung

Das East Coast Supply Project sieht vor, die entdeckten Gasvorkommen im Otway Basin im Bundesstaat Victoria an die vorhandene Infrastruktur anzubinden. Damit will das Unternehmen die heimische Gasversorgung für den Markt an der Ostküste ausbauen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der Australien über Regeln nachdenkt, die Gasexporteure verpflichten könnten, bis zu 20 Prozent ihrer Förderung für den lokalen Markt zu reservieren.

Das Vorhaben umfasst die Felder Annie, Juliet, Artisan sowie das Nestor-Feld, wobei Letzteres unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Erkundung steht. Der erste Gaszufluss wird für 2028 erwartet. Laut Unternehmensangaben sollen die Felder eine Bruttoproduktion von bis zu 90 Terajoule pro Tag ermöglichen. Diese Menge könnte einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des regionalen Bedarfs leisten.

Nach Informationen der australischen Regierungswebsite gilt das Otway Basin als bedeutendes Offshore-Gasförderzentrum und als kritische Versorgungsquelle für den heimischen Energiemarkt im Südosten Australiens. Die Region nimmt damit eine Schlüsselrolle für die Energieversorgung des Landes ein, das zunehmend auf eine verlässliche Inlandsförderung angewiesen ist.

Für Rohstoff-Anleger interessant: Die Amplitude-Aktie notierte am Mittwoch um 01:02 GMT mit einem Abschlag von 2,3 Prozent bei A$1,675 und markierte damit den tiefsten Stand seit dem 7. September. Der Kursrückgang signalisiert, dass der Kapitalmarkt die Investitionsentscheidung trotz des strategischen Projektwerts eher skeptisch bewertet. Die Aussicht auf erhebliche Ausgaben in den kommenden Geschäftsjahren könnte kurzfristig Druck ausüben, während die langfristige Perspektive von einer erfolgreichen Umsetzung und den regulatorischen Rahmenbedingungen in Australien abhängt.

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