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UBS prognostiziert Goldpreis von 5.000 Dollar bis 2027

Die Schweizer Großbank UBS erwartet Gold bei 5.000 Dollar je Unze – warnt aber vor kurzfristigen Risiken und Preisdruck.

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UBS prognostiziert Goldpreis von 5.000 Dollar bis 2027

Die UBS rechnet damit, dass der Goldpreis in der ersten Jahreshälfte 2027 die Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze erreichen wird. Das teilte die Schweizer Großbank am Freitag in einer Mitteilung mit. Gleichzeitig warnte das Institut vor fortbestehenden kurzfristigen Risiken, die den Preis des Edelmetalls belasten könnten.

Zum Zeitpunkt der Mitteilung notierte der Gold-Spotpreis bei rund 4.295 Dollar pro Unze. Damit liegt der aktuelle Kurs deutlich unter dem Rekordhoch von 5.594,82 Dollar, das Ende Januar erreicht wurde – ein Rückgang von rund 23 Prozent.

Nahost-Konflikt und Fed-Politik belasten den Goldpreis

Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt die UBS den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten, der Inflationssorgen schürt. Diese Sorgen verstärken die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen länger auf einem hohen Niveau belassen wird. Höhere Zinsen verringern üblicherweise die Attraktivität von Edelmetallen wie Gold für Anleger, da zinslose Anlagen im Vergleich zu verzinsten Wertpapieren an Reiz verlieren.

Die Fed beließ ihren Leitzins in der vergangenen Woche in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Damit signalisiert die Notenbank weiterhin eine restriktive Geldpolitik, um die Inflation unter Kontrolle zu halten.

Die UBS geht jedoch davon aus, dass sich die Inflation allmählich abschwächen wird. Dies würde es der US-Notenbank ermöglichen, die Zinsen im laufenden Jahr stabil zu halten, bevor sie 2027 ihren Lockerungszyklus wieder aufnimmt. Eine Zinswende der Fed gilt traditionell als wichtiger Kurstreiber für Gold, da sinkende Zinsen die Opportunitätskosten des Haltens von Edelmetallen reduzieren.

Kaufgelegenheit bei Schwäche unter 4.000 Dollar

Mark Haefele, Chief Investment Officer der UBS, sieht mögliche Preisrückgänge als strategische Einstiegschance. „Schwächephasen in Richtung 4.000 Dollar pro Unze oder darunter könnten sich letztlich als Gelegenheiten erweisen, ein strategisches Engagement aufzubauen", sagte Haefele.

Für deutsche Privatanleger ist die UBS-Prognose von besonderem Interesse, da Gold traditionell als sicherer Hafen und Inflationsschutz gilt. Ein Anstieg von den aktuellen rund 4.295 Dollar auf 5.000 Dollar würde einem weiteren Kursgewinn von knapp 16 Prozent entsprechen. Gemessen am Jahrestief wäre das Aufwärtspotenzial noch deutlich größer.

Die Entwicklung des Goldpreises hängt in den kommenden Monaten maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Inflation in den USA abschwächt und wann die Fed tatsächlich mit Zinssenkungen beginnt. Anleger sollten die kurzfristigen Risiken im Blick behalten, die die UBS ausdrücklich betont hat.

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