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TSX-Futures steigen: Goldpreise profitieren von nachlassenden Zinserhöhungserwartungen

Schwache US-Jobdaten dämpfen Fed-Zinssorgen, treiben Gold auf Wochenkurs und stützen den kanadischen Leitindex.

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TSX-Futures steigen: Goldpreise profitieren von nachlassenden Zinserhöhungserwartungen

Die Futures auf den kanadischen S&P/TSX 60 Index tendierten am Donnerstag fester und stiegen um 5 Punkte oder 0,2 Prozent. Haupttreiber der Bewegung waren steigende Goldpreise, die ihrerseits von schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten profitieren. Vor dem verlängerten US-Feiertagswochenende zum Unabhängigkeitstag wird allerdings mit geringer Marktliquidität gerechnet.

Der S&P/TSX Composite Index schloss am Donnerstag im Plus, wobei Kursgewinne bei Bergbauaktien den Rückgang im Finanzsektor abfederten. Dennoch steuert der Leitindex auf einen Wochenverlust zu. Der rohstofflastige kanadische Index profitiert traditionell stark von Bewegungen bei Edelmetallen und Energieträgern.

Goldpreis auf dem Weg zum ersten Wochengewinn seit fünf Wochen

Gold legte deutlich zu: Der Spot-Goldpreis stieg um 1,2 Prozent auf 4.173,53 US-Dollar pro Unze, während Gold-Futures um 1,5 Prozent auf 4.185,75 US-Dollar pro Unze kletterten. In der vergangenen Woche verzeichnete der Spotpreis ein Plus von rund 2 Prozent. Das ist bemerkenswert, denn noch Anfang der Woche war das Edelmetall auf ein Achtmonatstief gefallen – nun steuert es auf den ersten Wochengewinn seit fünf Wochen zu.

Hintergrund dieser Trendwende sind nachlassende Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve. Niedrigere Kreditkosten senken die sogenannten Opportunitätskosten für das Halten unverzinster Anlagen wie Gold und machen das Edelmetall damit attraktiver. Analysten der Deutschen Bank betonten, dass die Markterwartungen für eine Zinserhöhung im Juli von 34 Prozent am Dienstag auf nur noch 18 Prozent zum US-Handelsschluss am Donnerstag gefallen seien.

Ausschlaggebend dafür war ein Bericht des US-Arbeitsministeriums, wonach der Stellenaufbau im Juni schwächer als erwartet ausfiel. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote jedoch auf ein Einjahrestief von 4,2 Prozent. Zusätzlich hatte der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh Anfang der Woche erklärt, dass die Inflationsrisiken nachgelassen hätten – ein Signal, das die Zinsspekulationen weiter dämpfte.

Ölpreise stabil – Nahost-Verhandlungen im Fokus

Die Ölpreise zeigten sich vor dem langen Feiertagswochenende weitgehend stabil. Brent-Rohöl, die globale Benchmark, notierte um 0,2 Prozent höher bei 71,96 US-Dollar pro Barrel. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) blieb mit 68,66 US-Dollar pro Barrel nahezu unverändert.

Händler haben nach der Unterzeichnung eines Interims-Friedensabkommens für den Nahen Osten im vergangenen Monat einen Teil der geopolitischen Risikoprämie abgebaut. Die Aussicht auf verbesserte Rohölflüsse aus dem Persischen Golf verstärkt die Erwartung eines ausreichenden kurzfristigen Angebots. US-Präsident Donald Trump erklärte, er glaube, der Iran habe „so gut wie allem zugestimmt, was wir brauchen", und signalisierte damit Zuversicht hinsichtlich der Fortschritte in den Gesprächen.

Allerdings berichtete das Wall Street Journal, dass Teheran einen Vorschlag abgelehnt habe, auf seine Ansprüche an der Straße von Hormus zu verzichten – im Austausch für die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder in Milliardenhöhe. Die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge, die Teheran nach Beginn eines gemeinsamen US-israelischen Angriffs Ende Februar faktisch gesperrt hatte, ist zu einem zentralen Streitpunkt in den Friedensgesprächen geworden. Medienberichte deuten jedoch darauf hin, dass der Schiffsverkehr durch die enge Wasserstraße Anzeichen einer Erholung zeigt.

US-Futures uneinheitlich vor Feiertag

Die US-Aktienfutures bewegten sich derweil nahe der Nulllinie. Der Dow-Future sank um 64 Punkte oder 0,1 Prozent, während der S&P 500-Future um 24 Punkte oder 0,3 Prozent zulegte und der Nasdaq 100-Future um 330 Punkte oder 1,1 Prozent anstieg. Die US-Märkte bleiben am Freitag wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen.

Die Renditen der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihen blieben in der vorangegangenen Sitzung unverändert, während die 2-jährigen Renditen leicht nachgaben. Das Bild bleibt damit insgesamt gemischt: Während Technologiewerte Auftrieb erhalten, lastet die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik und die geopolitische Lage weiterhin auf der Marktstimmung.

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