Spritpreise steigen im Oktober deutlich an
Rohölpreise und Heizöl-Nachfrage treiben Benzin- und Dieselpreise nach oben

Autofahrer müssen sich aktuell auf höhere Kraftstoffpreise einstellen. Laut einer aktuellen Analyse des ADAC sind die Preise für Benzin und Diesel im Oktober wieder gestiegen. Nachdem die Preise für Kraftstoffe in den vergangenen Monaten stetig gesunken waren, kam es nun zu einer Trendwende. Ein Liter Super E10 kostete im vergangenen Monat durchschnittlich 1,672 Euro, was einen Anstieg um 2,2 Cent im Vergleich zum September bedeutet. Diesel war von dieser Entwicklung noch stärker betroffen: Ein Liter Diesel lag im Oktober im Durchschnitt bei 1,571 Euro, was einen Anstieg von 2,7 Cent im Vergleich zum Vormonat darstellt.
Die ADAC-Experten führen den Preisanstieg vor allem auf die gestiegenen Rohölpreise zurück. Zu Beginn des Vormonats waren die Tankstellenpreise noch relativ günstig. Doch im Laufe des Monats Oktober zog der Preis für Rohöl deutlich an. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent, der im September zeitweise unter 70 Dollar lag, stieg im Oktober auf Werte von über 80 Dollar. Da Rohöl auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt wird, trug ein schwächerer Euro zusätzlich zur Verteuerung bei.
Neben dem gestiegenen Rohölpreis sieht der ADAC auch die erhöhte Nachfrage nach Heizöl als Grund für den stärkeren Preisanstieg beim Diesel. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten ist die Nachfrage nach Heizöl traditionell höher, was sich auch auf die Dieselpreise auswirkt. Der ADAC empfiehlt Verbrauchern daher, die Kraftstoffpreise vor dem Tanken zu vergleichen, um die günstigste Möglichkeit zu finden.
Die jüngste Entwicklung zeigt, dass die Zeiten besonders günstiger Kraftstoffpreise vorerst vorbei sind. Im September hatten Autofahrer von Preisen auf einem Dreijahrestief profitiert, doch der Anstieg der Rohölpreise und der schwächere Euro setzen diesem Trend ein Ende. Viele Verbraucher müssen nun wieder höhere Ausgaben für die Tankfüllung einplanen, was besonders Pendler und Vielfahrer trifft. Der ADAC bleibt dennoch optimistisch und verweist darauf, dass sich der Vergleich von Tankstellenpreisen lohnen kann, um etwas zu sparen.
