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Saudi-Arabiens Ölausfuhren fallen auf tiefsten Stand seit neun Jahren

Saudi-Arabiens Rohölexporte sind im August auf rund 3 Millionen Barrel pro Tag gefallen – der niedrigste Wert seit neun Jahren. Grund sind zunehmende Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus und im Roten Meer.

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Saudi-Arabiens Ölausfuhren fallen auf tiefsten Stand seit neun Jahren

Die saudischen Rohölexporte sind im August auf den niedrigsten Wert seit mindestens neun Jahren gesunken. Auslöser sind vermehrte Attacken auf Tanker, die aus den wachsenden Spannungen im Nahen Osten resultieren. Dies meldet Bloomberg und stützt sich dabei auf Auswertungen zur Schiffsverfolgung der Analysehäuser Vortexa und Kpler.

Den Daten des Bloomberg Terminal zufolge beliefen sich die Öllieferungen des Königreichs im August auf rund 3 Millionen Barrel pro Tag. Dies ist der geringste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2017. Die Zahlen decken sich mit den Einschätzungen von Rohölhändlern sowie einer mit den saudischen Abläufen vertrauten Quelle.

Bedrohte Transportrouten

Die Sicherheitslage auf zwei der bedeutendsten Seewege für den internationalen Ölhandel hat sich drastisch zugespitzt. Tanker mit saudischem Rohöl sind sowohl in der Straße von Hormus als auch im Roten Meer wachsenden Gefahren ausgesetzt. Beide Verbindungen sind für die saudischen Exporte von zentraler Bedeutung.

Die Straße von Hormus verknüpft die Fördergebiete am Persischen Golf mit den globalen Absatzmärkten. Das Rote Meer wiederum stellt die wichtigste Route für Lieferungen nach Europa und in die Vereinigten Staaten dar. Angriffe auf Frachtschiffe haben in den letzten Monaten zahlreiche Reedereien bewogen, diese Strecken zu umfahren oder erheblich längere Alternativrouten zu nutzen.

Folgen für den Ölsektor

Der Rückgang der saudischen Ausfuhren auf ein Neunjahrestief könnte erhebliche Konsequenzen für die weltweiten Ölmärkte haben. Saudi-Arabien zählt seit Jahrzehnten zu den größten Rohölproduzenten und -exporteuren weltweit. Ein anhaltender Exportrückgang könnte die Versorgungssicherheit vieler Abnehmerstaaten gefährden.

Bislang ist nicht bekannt, ob die Fördermenge des Königreichs ebenfalls gesenkt wurde oder ob saudisches Rohöl lediglich auf Tankern zwischengelagert wird. Sollte die Produktion unverändert bleiben, könnte dies auf eine umfangreiche Bevorratung hindeuten. Die von Bloomberg, Vortexa und Kpler erhobenen Daten beruhen auf der Beobachtung von Tankerbewegungen.

Geschichtlicher Hintergrund

Der aktuelle Wert von etwa 3 Millionen Barrel pro Tag stellt den niedrigsten Stand in den seit 2017 geführten Aufzeichnungen dar. In früheren Jahren erzielte Saudi-Arabien häufig Exportmengen von deutlich über 6 Millionen Barrel pro Tag. Der Einbruch zeigt eindrucksvoll, wie stark geopolitische Risiken die physischen Ölströme beeinflussen können.

Diese Entwicklung dürfte auch die OPEC+ beschäftigen, in der Saudi-Arabien eine führende Rolle einnimmt. Für Rohstoffanleger ist dies ein wichtiges Signal: Sollten die Exporte auf dem niedrigen Niveau verharren, könnte dies die Förderentscheidungen des Bündnisses in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen.

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