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Russlands Kraftstoffpreise steigen nach Drohnenangriffen auf Raffinerien

Benzin und Diesel verteuern sich deutlich, während Drohnenangriffe der Ukraine Versorgungsengpässe in ganz Russland verursachen.

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Russlands Kraftstoffpreise steigen nach Drohnenangriffen auf Raffinerien

Die Kraftstoffpreise in Russland sind in der Woche vom 23. bis 29. Juni spürbar gestiegen. Hintergrund sind anhaltende ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien, die zu landesweiten Benzinengpässen geführt haben. Dies geht aus Daten des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Der durchschnittliche Benzinpreis kletterte im genannten Zeitraum um 1,7 Prozent auf 72,38 Rubel – umgerechnet etwa 0,93 US-Dollar – pro Liter. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in der Vorwoche mit dem stärksten wöchentlichen Preisanstieg seit mindestens 20 Jahren begonnen hatte. Auch Diesel verteuerte sich erheblich: Der Preis stieg um 2,3 Prozent auf 84,84 Rubel pro Liter.

Massiver Angriffsdruck auf russische Ölinfrastruktur

Die Ukraine hat seit Januar dieses Jahres mehr als 50 Angriffe auf russische Ölverarbeitungsanlagen durchgeführt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 waren es laut öffentlichen Erklärungen beider Länder 82 Angriffe. Die Intensität der Attacken hat in den letzten Wochen deutlich zugenommen.

Die Folgen für die russische Energieversorgung sind erheblich. Mehrere wichtige Raffinerien mussten ihren Betrieb einstellen, was sowohl die Rohölverarbeitungsraten als auch die inländischen Kraftstoffvorräte sinken ließ. Die Auswirkungen sind flächendeckend: Etwa 90 Prozent der russischen Regionen meldeten bis Ende Juni Kraftstoffrationierungen oder Versorgungsunterbrechungen, wie lokale Behörden und regionale Medien berichteten.

An Tankstellen im ganzen Land bildeten sich lange Schlangen. Das Bild erinnert an Versorgungskrisen vergangener Jahrzehnte und verdeutlicht, wie stark die ukrainischen Angriffe die russische Energieinfrastruktur unter Druck setzen.

Putin räumt Probleme ein – spielt sie aber herunter

Präsident Wladimir Putin äußerte sich am Sonntag öffentlich zur Lage. Er räumte Probleme bei der Kraftstoffversorgung ein, bezeichnete die Situation jedoch als „nicht kritisch". Gleichzeitig erklärte er, dass Russland Vorschläge abgelehnt habe, wonach beide Seiten Angriffe mit großer Reichweite tief ins jeweilige Territorium des anderen einstellen und die Kämpfe auf die vier besetzten ukrainischen Regionen beschränken sollten.

Die Entwicklungen zeigen, dass der Krieg in der Ukraine zunehmend auch wirtschaftliche Konsequenzen für die russische Bevölkerung im Alltag hat. Steigende Kraftstoffpreise und Versorgungsengpässe treffen Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Für internationale Beobachter und Energiemärkte bleibt die Lage rund um die russische Ölverarbeitung ein wichtiger Faktor – insbesondere mit Blick auf mögliche weitere Auswirkungen auf globale Energiepreise.

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