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Rio Tinto: Aktualisierte Übergangsvereinbarung mit Ngarlawangga für West Angelas

Rio Tinto und die Ngarlawangga Aboriginal Corporation haben eine modernisierte Übergangsvereinbarung für die West-Angelas-Mine geschlossen. Das Abkommen sieht finanzielle Unterstützung, frühzeitige Einbindung der indigenen Gruppe und verbindliche Verfahre

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Rio Tinto: Aktualisierte Übergangsvereinbarung mit Ngarlawangga für West Angelas

Rio Tinto und die Ngarlawangga Aboriginal Corporation haben eine aktualisierte Übergangsvereinbarung für das Areal der West-Angelas-Mine in Westaustralien unterzeichnet. Die neue Regelung festigt die Kooperation zwischen dem Minenriesen und den angestammten Landbesitzern und beinhaltet unter anderem eine frühzeitige sowie kontinuierliche Beteiligung der indigenen Gemeinschaft über die gesamte Betriebsdauer des Tagebaus hinweg.

Die überarbeitete Übergangsvereinbarung basiert auf einem gemeinsam erarbeiteten Konzept für das geteilte Management. Dieses untermauert die Zusammenarbeit beider Seiten auf dem Territorium der Ngarlawangga innerhalb des Vertragsgebiets sowie die frühzeitige und fortlaufende Mitwirkung während des kompletten Lebenszyklus des Bergwerks. Über festgelegte Prozesse werden die Standpunkte der Ngarlawangga künftig in Entscheidungsfindungen einfließen, was sämtlichen Akteuren größere Planungssicherheit bei der Bewirtschaftung und dem Erhalt des kulturellen Erbes sowie des Landes verschafft.

Die Ngarlawangga Aboriginal Corporation vertritt die traditionellen Eigentümer des Landes in ganz Australien, unterhält ihre Verwaltungsstandorte jedoch in Perth. Das modernisierte Abkommen knüpft an einen Beteiligungsvertrag aus dem Jahr 2011 zwischen dem Volk der Ngarlawangga und Rio Tinto an. Die Betriebsstandorte von Rio Tinto in West Angelas liegen auf dem Gebiet der Völker der Yinhawangka und Ngarlawangga.

Langfristige Finanzmittel für soziale und kulturelle Vorhaben

Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist die zusätzliche dauerhafte finanzielle Förderung für das Volk der Ngarlawangga. Diese soll dazu beitragen, deren gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Ambitionen zu verwirklichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau von Kultur und Gemeinschaft. Die Ngarlawangga Aboriginal Corporation hebt hervor, dass das erneuerte Abkommen die enge Partnerschaft widerspiegelt, die über die Jahre mit Rio Tinto gewachsen ist – eine Beziehung, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

„Wir blicken erwartungsvoll auf die nächste Etappe der Umsetzung des Abkommens und auf viele weitere Jahre gemeinsamer Zusammenarbeit“, erklärten die Vertreter der Ngarlawangga Aboriginal Corporation. Zugleich wurde dem Volk der Ngarlawangga für das entgegengebrachte Vertrauen und die Offenheit während des gesamten Verfahrens gedankt.

Rio-Tinto-Führungskraft würdigt Bedeutung der Vereinbarung

Matthew Holcz, CEO der Eisenerzsparte von Rio Tinto, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Unterzeichnung. „Diese Vereinbarung markiert einen entscheidenden Schritt dafür, wie wir gemeinsam daran arbeiten werden, das kulturelle Erbe und das Land der Ngarlawangga zu erhalten und zu schützen. Wir werden weiterhin zuhören, lernen und kooperieren, um eine tragfähige Partnerschaft aufzubauen, die den Zielen der Ngarlawangga gerecht wird und verantwortungsvolles operatives Handeln auf dem Land unterstützt“, so Holcz.

Er ergänzte, dass die moderne Übergangsvereinbarung das Fundament für ein vollständig erneuertes Abkommen darstellt. Die Ngarlawangga Aboriginal Corporation und Rio Tinto werden die Zusammenarbeit fortsetzen, um dieses finale Vertragswerk auszuarbeiten und zu gestalten.

Kontext: Rohstoffförderung und indigene Rechte in Australien

Die Vereinbarung ist vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Bergbauunternehmen und indigenen Gemeinschaften in Australien zu betrachten. Rio Tinto war in der Vergangenheit massiver Kritik ausgesetzt, insbesondere wegen der Zerstörung der 46.000 Jahre alten Juukan-Grotten im Jahr 2020, die für die angestammten Eigentümer von unschätzbarem kulturellem Wert waren. Der Vorfall löste weltweite Empörung aus und führte zu einer grundlegenden Neubewertung der Beziehungen des Konzerns zu indigenen Gemeinschaften.

Mit der neuen Übergangsvereinbarung für West Angelas signalisiert Rio Tinto einen Richtungswechsel hin zu stärkerer Kooperation und Respekt. Das Abkommen sieht verbindliche Mechanismen vor, die gewährleisten sollen, dass die Anliegen der Ngarlawangga in Entscheidungsprozesse einfließen. Für den weltweit tätigen, breit diversifizierten Bergbaukonzern – für Anleger im Rohstoffsektor ein relevantes Signal – ist dies ein bedeutender Schritt, um das Vertrauen indigener Gruppen zurückzugewinnen und langfristige soziale Betriebsgenehmigungen zu sichern.

Die Ngarlawangga Aboriginal Corporation und Rio Tinto werden die Gespräche fortsetzen, um das finale Abkommen zu erarbeiten. Die nun unterzeichnete Übergangsvereinbarung fungiert dabei als Ausgangspunkt für die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Minenkonzern und den traditionellen Landbesitzern in Westaustralien.

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