Palmer-Projekt in Alaska: Vizsla Copper durchteuft silberreiche Abschnitte mit über 200 g/t Ag
Vizsla Copper präsentiert neue Bohrergebnisse vom Palmer-VMS-Projekt in Alaska mit hochgradigen Silberfunden – darunter ein Sieben-Meter-Abschnitt mit 207,5 g/t Ag. Die Daten sollen in eine aktualisierte Ressourcenschätzung einfließen, die für das erste Q

Das Explorationsunternehmen Vizsla Copper (TSXV: VCU; US-OTC: VCUFF) hat frische Analysedaten aus seinem Palmer-Kupfer-Zink-Vorhaben im Südosten Alaskas präsentiert. Die Resultate belegen laut Firmenangaben das erhebliche Potenzial der Konzession für eine ausgeprägte Silbervererzung. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Bohrung CMR26-215, die in der AG-Lagerstätte niedergebracht wurde.
Ab einer Tiefe von 180,3 Metern durchörterte diese einen 21-Meter-Abschnitt, der 4,79 % Zink, 0,14 % Kupfer, 116,9 Gramm Silber je Tonne sowie 0,27 Gramm Gold lieferte. Innerhalb dieser Zone fand sich ein höhergradiges Teilstück von sieben Metern Länge, das ab 182 Metern Teufe mit 5,46 % Zink, 0,17 % Kupfer, 207,5 Gramm Silber und 0,45 Gramm Gold aufwartete. Der Silbergehalt dieses kompakteren Intervalls übertrifft somit den des Gesamtabschnitts merklich.
Die Palmer-Liegenschaft befindet sich in Grenznähe zu Kanada, ungefähr 60 Kilometer von der Meeresküste entfernt. Es handelt sich um ein vulkanogenes Massivsulfid-System (VMS), das sich über rund 330 Quadratkilometer erstreckt. Vizsla Copper sicherte sich den Standort im Dezember 2025. Nach Darstellung des Unternehmens profitiert das Projekt von früheren Investitionen in Höhe von über 116 Millionen US-Dollar (164 Millionen kanadische Dollar) sowie von annähernd 96.000 Bohrmetern aus historischen Kampagnen.
Die Ergebnisse im Einzelnen
Ergänzend zur Bohrung CMR26-215 legte Vizsla Copper am Mittwoch weitere Daten aus dem laufenden Infill-Programm vor. So durchteufte Bohrung CMR26-211 ab 145,1 Metern Tiefe einen 37,2 Meter mächtigen Abschnitt mit Gehalten von 3,62 % Zink, 0,16 % Kupfer, 26,1 Gramm Silber und 0,21 Gramm Gold. Darin eingeschlossen war eine 12,8-Meter-Partie ab 169,5 Metern, die 7,79 % Zink, 0,31 % Kupfer, 31,7 Gramm Silber und 0,19 Gramm Gold erbrachte.
Damit sind nun sämtliche drei Bohrungen des Infill-Programms 2026 in der AG-Lagerstätte abgeschlossen und ausgewertet. Es handelte sich um die ersten Bohrungen in dieser Lagerstätte seit dem Jahr 2019. Vizsla Copper beabsichtigt, die neu gewonnenen Daten zur Präzisierung des geologischen Modells heranzuziehen und auf eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung für Palmer hinzuarbeiten, die im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgelegt werden soll.
CEO Craig Parry kommentierte die Befunde wie folgt: „Die AG-Lagerstätte ist ein wichtiger Teil des bestehenden Ressourcenmodells von Palmer, und diese neuesten Ergebnisse geben zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Stärke und Kontinuität der Mineralisation im zentralen Bereich der Lagerstätte.“
Die Explorationsaktivitäten waren ausgeweitet worden, nachdem Bohrungen zu Jahresbeginn sowohl eine hochgradige Vererzung in Zone 1 als auch neue Mineralisation am HG-Prospekt identifiziert hatten. Das Bohrprogramm 2026 verfolgt das Ziel, bekannte Ressourcen auszudehnen und neue Zielgebiete im gesamten Palmer-Distrikt zu überprüfen.
Zur besseren Einordnung der Dimensionen: Die Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2025 weist für Palmer 4,77 Millionen indizierte Tonnen mit 1,69 % Kupfer, 5,17 % Zink, 0,14 % Blei, 28,4 Gramm Silber, 0,29 Gramm Gold und 20,6 % Barit aus. Umgerechnet entspricht dies 178 Millionen Pfund Kupfer, 543 Millionen Pfund Zink, 14,2 Millionen Pfund Blei, 4,35 Millionen Unzen Silber, 43.900 Unzen Gold sowie 980.400 Tonnen Barit.
Die abgeleiteten Ressourcen (Inferred) werden auf 12 Millionen Tonnen geschätzt, mit Durchschnittsgehalten von 0,57 % Kupfer, 3,92 % Zink, 0,47 % Blei, 66,3 Gramm Silber, 0,33 Gramm Gold und 25,5 % Barit. Dies summiert sich auf 151,5 Millionen Pfund Kupfer, 1,04 Milliarden Pfund Zink, 125,2 Millionen Pfund Blei, 25,6 Millionen Unzen Silber, 128.100 Unzen Gold und 3,1 Millionen Tonnen Barit. Die besonders silberreiche AG-Lagerstätte trägt einen signifikanten Anteil zu den abgeleiteten Ressourcen des Projekts bei.
Rückblick: Der bisherige Verlauf
Bereits am 18.06.2026 berichtete aktien.news, dass Vizsla Copper die Diamantkernbohrungen auf dem Palmer-VMS-Projekt im Südosten Alaskas offiziell gestartet hatte. Damals wurde mitgeteilt, das vollständig finanzierte Explorationsprogramm 2026 bilde den Auftakt einer mehrjährigen Strategie zur Vergrößerung der Ressourcenbasis an kritischen Mineralien. Zwei Bohrgeräte waren zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort im Einsatz, und für die gesamte Feldsaison 2026 waren rund 10.000 Bohrmeter veranschlagt. Die ersten Bohrungen konzentrierten sich auf die South-Wall-Zone der Palmer-Lagerstätte, wo frühere Bohrungen einen hochgradigen, kupferreichen Kern innerhalb von Zone 1 nachgewiesen hatten.
Am 29.05.2026 meldete aktien.news, dass Vizsla Copper angesichts neuer Kupfer-Rekordpreise von 6,60 US-Dollar je Pfund seinen operativen Schwerpunkt auf die Projekte Woodjam und Palmer legte. Im Zentrum der Aktivitäten stand ein 8.000 Meter umfassendes Bohrprogramm auf dem Kupferprojekt Woodjam in British Columbia, wo zwei Bohrgeräte die Zielgebiete Three Firs, Great Plains und Deerhorn bearbeiteten. Das Unternehmen sah sich eigenen Angaben zufolge in einer starken Ausgangsposition, da der Markt die wachsende Bedeutung neuer Kupferentdeckungen zunehmend honoriere.
Bedeutung für Rohstoffanleger
Die aktuellen Bohrergebnisse untermauern die Kontinuität der Mineralisation im zentralen Bereich der AG-Lagerstätte. Für Rohstoffanleger ist dabei wesentlich, dass Vizsla Copper bis dato weder eine Wirtschaftlichkeitsstudie noch eine Kostenschätzung oder einen Entwicklungsplan für Palmer publiziert hat. Das Projekt verharrt somit weiterhin in der Explorations- und Ressourcendefinitionsphase.
Die Aktie zeigte auf die Nachricht hin zunächst eine negative Kursreaktion. Am Mittwochmorgen gab das Papier in Toronto um 5,1 % auf 1,11 kanadische Dollar nach, womit das Unternehmen mit rund 100 Millionen kanadischen Dollar (70 Millionen US-Dollar) bewertet wurde. Im zurückliegenden Jahr bewegte sich der Titel in einer Spanne zwischen 94 Cent und 2,68 kanadischen Dollar. Anleger sollten berücksichtigen, dass Explorationsfirmen in diesem Stadium empfindlich auf Kapitalmarktstimmung, Metallpreisentwicklungen und Bohrerfolge reagieren – einzelne Bohrlöcher stellen noch keinen Beleg für eine wirtschaftlich gewinnbare Lagerstätte dar.
Deutsche Privatanleger können die Aktie über die US-OTC-Notierung VCUFF handeln. Wer in kanadische Explorationswerte investiert, trägt neben dem Explorationsrisiko
